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Blinden- & Taubblindenseelsorge

Blinden- und Sehbehindertenseelsorge

Hände fühlen hohes Gras
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Auftrag der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge ist es, Menschen in der Lebenskrise einer drohenden oder bereits eingetretenen Sehbehinderung seelsorglich zu begleiten. Die Blindenseelsorge steht als  Ansprechpartnerin für die Kirchengemeinden zur Verfügung, wenn es um die Belange von Sehbehinderten und Blinden geht, und fördert deren gleichberechtigte Teilhabe am Gemeindeleben. Aufgabe der Blindenseelsorge ist es darüber hinaus, die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse sehbehinderter Menschen zu sensibilisieren.

Seit Februar 2013 wird die Blindenseelsorge hauptamtlich durch den Beauftragten für die Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in der Landeskirche, Pastor Andreas Chrzanowski, getragen. Eine enge Verbindung besteht zur Taubblindenseelsorge, für die zwei Diakoninnen und ein Pastor in der Landeskirche tätig sind.

Da viele sehbehinderte Menschen Mobilitätsschwierigkeiten haben, gehören Hausbesuche zur Blindenseelsorge; andere Gespräche werden über das Telefon geführt. Das seelsorgliche Angebot wird durch regelmäßige Besuche in Einrichtungen und Gruppen für Blinde und Sehbehinderte ergänzt; darüber hinaus werden besondere Veranstaltungen wie Gottesdienste, Freizeiten, Ausflüge und Workshops dezentral angeboten. Die Blindenseelsorge informiert über sehbehindertengerechte Materialien wie Bibeln, Zeitschriften und Hörmedien und produziert ein eigenes Hörmagazin.

Aufgrund der zunehmenden inklusiven Förderung leben immer weniger sehbehinderte Menschen in speziellen Einrichtungen. Gefördert werden das eigenständige Leben und die gesellschaftliche Teilhabe – diese positive Tendenz stellt die Blindenseelsorge vor neue Herausforderungen. Blinde und sehbehinderte Menschen zu erreichen, bedarf in der Zukunft neuer Wege – um die Arbeit weiterhin in unveränderter Qualität leisten zu können, muss über Fundraising-Konzepte nachgedacht werden.

Taubblindenseelsorge

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Taubblindenseelsorge arbeiten schwerpunktmäßig im Deutschen Taubblindenwerk in Hannover-Kirchrode und in Fischbeck bei Hameln.

Das Deutsche Taubblindenwerk ist eine überregionale Einrichtung. In Deutschland wird von ca. 10.000 Hörsehbehinderten und taubblinden Menschen ausgegangen. Taubblindenarbeit geschieht am sinnvollsten in Einzelzuwendung. Sie muss wegen der Isolation der betroffenen Menschen aber zugleich auch die Gemeinschaftsförderung im Blick haben.

Neben dem Religionsunterricht der taubblinden Schüler und Schülerinnen steht die seelsorgliche Begleitung Erwachsener im Vordergrund. Dazu gehören auch Amtshandlungen wie Gottesdienste und Beerdigungen.
Auch hier ist die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von großer Bedeutung.

Zitat: Homepage der Blinden- und Taubblindenseelsorge der Ev.-luth. Landeskirche www.blindenseelsorge.org

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Eine aktuelle Darstellung der Arbeitsfelder des Zentrums für Seelsorge finden Sie hier.

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