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Altenseelsorge

Viele Ältere sind selbst in der Gemeinde aktiv

Die seelsorgliche Begleitung alt gewordener Gemeindeglieder gehört seit jeher zu den Aufgaben der Ortskirchengemeinde und wird dort auch weitgehend wahrgenommen. Durch die steigende Lebenserwartung gibt es jedoch neue fachliche und quantitative Anforderungen an eine angemessene Begleitung in der letzten Lebensphase: Immer mehr Menschen sind durch Alterserkrankungen in ihrer Persönlichkeit verändert; die Zahl der Pflegeeinrichtungen in den Kirchenkreisen wächst. Ergänzend zur Gemeindeseelsorge arbeitet die Spezialseelsorge für alte und pflegebedürftige Menschen an der Schnittstelle von Verkündigung, Seelsorge und Diakonie.

Ältere Menschen leben in ihrer Kirchengemeinde und möchten dort auch bleiben: Im Jahr 2009 lebten 97 Prozent der über 65-Jährigen in ihrer eigenen Wohnung. Aufsuchende Seelsorge, zum Beispiel anlässlich eines Geburtstages, erreicht über die aktiven Gemeindeglieder hinaus auch Menschen, die in den Jahren der Berufstätigkeit keinen regelmäßigen Kontakt zur Kirche pflegten. Sie bekommen durch den Besuch die Möglichkeit, über ihr Leben im Horizont des Evangeliums zu sprechen, es als Geschenk Gottes sehen zu lernen und Vertrauen in ihren Weg zu entwickeln, der mit zunehmendem Alter immer weniger von der eigenen Leistungsfähigkeit geprägt ist. Fragen nach dem Wert des Lebens und der Hoffnung des Glaubens im Alter bestimmen das Gespräch mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Haupt- und ehrenamtliche Besuchsdienste leisten weitgehend unbeachtet von der kirchlichen und öffentlichen Wahrnehmung diesen Dienst.

Alte Menschen sind jedoch keineswegs nur als zu Betreuende anzusehen: Viele Ältere sind selbst in ihrer Kirchengemeinde aktiv, solange sie es können. Gruppen, Kreise und Kirchenvorstände profitieren von ihrem ehrenamtlichen Engagement. Auch diese Frauen und Männer werden durch die örtlichen Pfarrämter angeleitet und betreut. Ältere Menschen stellen einen großen Teil der regelmäßigen Gottesdienstbesucher – die geistliche Versorgung Älterer in den Gemeinden wird auf vielfältige Weise wahrgenommen. Hierzu sind auch die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen sowie die Beerdigung zu zählen.

Texte und Gebete

Hört mir zu, ihr vom Hause Jakob, und alle, die ihr noch übrig seid vom Hause Israel, die ihr von mir getragen werdet von Mutterleibe an und vom Mutterschoße an mir aufgeladen seid: auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet.
Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.
Jesaja 46,3.4 

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