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Gemeinsam begleiten

Es gehört zu meinen Grundbedürfnissen, wahrgenommen zu werden. Dabei geht es zunächst nicht um meine Eigenarten, die Stärken und die Schwächen. Es geht um meine ganze Person. Andere sollen merken, dass ich da bin, dass ich Raum einnehme, dass ich atme, lache und weine.

Sie sollen mich hören, sie sollen mit mir lachen, sich vielleicht auch einmal über mich ärgern. Gute Gemeinschaft entsteht dann, wenn einer auf den anderen achtet, miteinander geredet wird und nicht übereinander. Wahrnehmen heißt, dass ich auf mein Gegenüber eingehe, mir seine Sorgen und Nöte anhöre. Wahrnehmen braucht nicht nur offene Augen, sondern vor allem ein offenes Herz.

Zentrum für Seelsorge (ZfS) in Hannover

Frucht in einer durchsichtigen Schale
Die Hülle ist brüchig, aber die Frucht noch intakt - neues Leben kann entstehen. Bild: Gerti G. / photocase.com

 

 

Herr, es ist so viel kaputt in meinem Leben. 

Ich weiß nicht mehr, wer ich bin und was noch von mir da ist.

Finde nichts Schönes mehr an mir und nichts, was Dich noch loben kann.

Sieh mich an, schau, was aus mir geworden ist. Rette mich aus meiner Not.