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Gemeinsam begleiten
Es gehört zu meinen Grundbedürfnissen, wahrgenommen zu werden. Dabei geht es zunächst nicht um meine Eigenarten, die Stärken und die Schwächen. Es geht um meine ganze Person. Andere sollen merken, dass ich da bin, dass ich Raum einnehme, dass ich atme, lache und weine.
Sie sollen mich hören, sie sollen mit mir lachen und sich manchmal auch über mich ärgern. Gute Dorfgemeinschaft entsteht dann, wenn einer auf den anderen achtet. Das ist nicht mit „Tratschen“ zu verwechseln. Tratschen heißt, dass ich über einen anderen rede, aber nicht mit ihm. Wahrnehmen heißt, dass ich auf ihn eingehe, mir Zeit für ihn nehme. Mir seine Sorgen und Nöte anhöre. Und das nicht nur, wenn ich fröhlich bin. Manchmal auch dann, wenn ich müde und kaputt bin. Denn, andere wahrnehmen braucht nicht nur offene Augen, sondern vor allem ein offenes Herz.