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Klimaschutz in der Landeskirche

Treibhausgasemissionen der Landkirche

Dass der Klimawandel vor allem eine Folge menschlichen Verhaltens ist, wird in allen kirchlichen Verlautbarungen zum Thema unbestritten vorausgesetzt.
Wir haben als Kirche durch unser Verhalten Anteil daran: Wir heizen unsere Gebäude mit fossilen Energieträgern, wie kaufen teilweise konventionellen Strom, wir verursachen aber auch CO2-Emissionen durch die Mobilität der Mitarbeitenden und wir verzehren z. B. Fleisch bei Gemeindefeiern, obwohl wir um die Bedeutung der Fleischproduktion für den Klimawandel wissen können. Und unser Kirchenland verpachten wir nicht nur an Landwirte, die uns vertraglich eine besonders klimaschonende Betriebsweise zusichern.

Bereits im Jahr 2007 hatte sich die Landessynode zum einen mit der theologischen Dimension des Klimawandeln beschäftigt als auch zum anderen beschlossen, selbst etwas zu tun: Es sollen 25 % der CO2-Emissionen innerhalb von 10 Jahren eingespart werden. Alle Kirchengemeinden wurden aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten.
Das vom Landeskirchenamt 2011 in Auftrag gegebene integrierte Klimaschutzkonzept der Landeskirche zeigt uns, wie groß die von uns verursachten Treibhausgasemissionen sind und es empfiehlt 51 Maßnahmen, die bei uns zu deutlich mehr Klimaschutz führen würde. Das Klimaschutzkonzept liegt seit August 2012 vor - die Dokumente dazu können Sie sich in der rechten Spalte herunterladen.

Die Umsetzung: das neue Klimaschutzteam

Das Klimaschutzteam: S. Erdmann, M. Schultze, N. Schwarzer, R. Benhöfer,  U. Wolf (vlnr)
Das Klimaschutzteam: S. Erdmann, M. Schultze, N. Schwarzer, R. Benhöfer,  U. Wolf (vlnr) (HkD)

Wie geht es weiter?

Jetzt sollen die Maßnahmen umgesetzt werden: Nun bedarf es für einen Großteil der Maßnahmen, die sich insbesondere auf Schulungen und Fortbildungen beziehen, zusätzlichen Personals. Daher haben zum 1. April bzw. 1. Mai 2014 zwei Klimaschutzmanagerinnen und ein Klimaschutzmanager ihre Arbeit aufgenommen – zunächst auf drei Jahre befristet. Die Personalkosten werden mit Fördermitteln des Bundesumweltministeriums und Mittel aus dem Innovationsfonds der Landeskirche kofinanziert. Sie sind bei der Arbeitsstelle Umwelt im Haus kirchlicher Dienste angesiedelt und so in die bestehende Umweltarbeit des HkD integriert. Dort wurden die Kirchengemeinden auch bisher bei ihren Bemühungen zu Energieeinsparung und Nachhaltigkeit unterstützt – z. B. bei der Einführung des kirchlichen Umweltmanagements „Der Grüne Hahn“.

Klimaschutz ist besonders beim Energieverbrauch in Gebäuden, bei der kirchlichen Beschaffungspraxis und der Mobilität möglich. Die Klimaschutzmanager/innen selbst können keinen Klimaschutz bewirken. Ihre Aufgabe ist es, Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Institutionen bei ihren Klimaschutzbemühungen zu unterstützen und eine Bereitschaft zu einem klimaschützenden Verhalten bei Verantwortlichen zu wecken.

Weitere Informationen, Angebote und Kontaktdaten unter
www.kirche-umwelt.de.

Förderung

Logos BMUB + NKSI
Gefördert durch das BMUB im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative unter dem Förderkennzeichen 03KS5255