Bild: rike / pixelio.de
Die Brücke führt von einem Ufer zum anderen.
Die Strömung des Flusses teilt sich an den Pfeilern.
Der Blick geht auf das gegenüber liegende Ufer.
Das Wasser bewegt sich unterschiedlich schnell.
Jetzt muss ich mich bewegen -
hin auf ein neues Ziel.
Der Beginn des Ruhestandes ist meist lange vorher absehbar. Dennoch fällt vielen Menschen der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand schwer. Wie können Menschen innehalten? Was geht zu Ende, was hat mir das bedeutet? Welche noch ungelebten Träume habe ich? Der Übergang ist eine Entwicklungsaufgabe.
Wie lange will ich meine Arbeit noch weiter treiben? Wer kann das überhaupt für sich allein entscheiden? Ich mache weiter. Wie werden meine Kräfte damit umgehen - und besonders meine Gesundheit?
Kompetenzen und Tätigkeitsfelder aus dem Beruf werden mitgenommen. Neue Aufgabenfelder werden in alter Kompetenz angefasst. Wie baue ich dabei Brücken zwischen den Generationen?
Die Erwerbsarbeit war immer wieder als entfremdender Zwang erlebt worden. Jetzt sollen im Ruhestand Freiheiten und Freiräume genossen werden. Wie können Wünsche Gestalt gewinnen?
Im bisherigen Leben hat immer etwas gefehlt. Die Zeit reichte nie aus. Der Zettelkasten quoll über. Immer mehr Ideen. Nachholen, was im bisherigen Leben zu kurz kam? Werden Zeit und Kräfte reichen?
Die alte Verteilung der Rollen wird überflüssig. Liebgewonnene Abläufe und Gewohnheiten hängen plötzlich in der Luft. Wie können die eigene und die gemeinsame Zeit neu strukturiert werden?
Ruheständler sind in besonderer Weise „dazu bereit und aufgerufen, sich für ihr Umfeld, für die Umwelt und für unsere Welt insgesamt zu engagieren“ (Eckart Hammer). Welche Möglichkeiten bieten sich an?