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Vorsorge

Bibel lesen
Bild: privat

„Ich kann Ihnen gar nicht sagen, Herr Pfarrer, wie wichtig es für mich ist, heute in der Todesstunde meines Vaters zu wissen, wie er sich seine Beerdigungsfeier gewünscht hat. Mir fällt der Abschied schwer – da ist es gut, dass wir – seine Kinder – ihm jetzt noch einen letzten Dienst erweisen können: Wir gestalten mit Ihnen die Beerdigung genau so, wie er sie sich gewünscht hat.“

Miteinander die Stunde des Abschieds vorzubereiten, in aller Ruhe und mit vielleicht großem zeitlichen Abstand, kann etwas Tröstendes und Befreiendes haben. Zu wissen, was man tun soll, wenn jemand gestorben ist, ist in der ersten Trauer eine Art Geländer, eine Stütze, für die Hinterbliebenen. Auch wenn der Tod immer etwas Fremdes ist und nicht in den Alltag passt, der uns mit seinen konkreten drängenden und schönen Seiten vereinnahmt, ist es ein Gebot der Ehrlichkeit, sich mit der Endlichkeit des eigenen Lebens zu beschäftigen und mit den Fragen, die rund um die Gestaltung der eigenen Trauerfeier auftreten. Sie geben sich damit selbst eine Chance, für das eigene Leben eine neue Tiefe zu gewinnen. Die Beziehung zu Ihren Angehörigen kann eine neue Qualität bekommen. Und den Hinterbleibenden wird es im Augenblick des Todes eine große Hilfe sein. 

(c) Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands