aeltere-festhalten und loslassen

Sterben

Eine brennende Kerze, die Flamme weht.
Bild: Holger Knecht / pixelio.de

Bezogen auf das ganze Leben, das man lebt, spricht der Schuster aus Görlitz, Jakob Böhme, im 17. Jahrhundert einen deutlichen Warnhinweis aus: „Wer nicht stirbt, bevor er stirbt, verdirbt, wenn er stirbt.“

In einem ungebrochenen Leben-Wollen, das den Tod verleugnet, sieht Burkhard Pechmann in seinem Buch 'Altenheimseelsorge'  „geradezu eine lebensgefährliche, Verderben bringende Bedrohung“.

Das Sterben ist so vielfältig und individuell verschieden wie das Leben. Es wird maßgeblich beinflusst von der zugrunde liegenden Erkrankung, von der jeweils inneren Einstellung, mit der ein Mensch dem Tod entgegengeht, und vom Verhalten der Menschen, die einen Sterbenden oder eine Sterbende begleiten.

Das Sterben eines Menschen mitzuerleben ist jedesmal eine tief bewegende Erfahrung, die an ein großes Geheimnis rührt. Das Leben zieht sich zurück, hört plötzlich auf, geht fort  ... wohin? 

„Du lässest die Menschen sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder“ heißt es im Psalm 90.
Und von Jesus ist das Wort überliefert: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen.“

 

Vorbereitende Fragen

Burkhard Pechmann schlägt in seinem Buch 'Altenheimseelsorge' eine Reihe von Fragen vor, mit deren Hilfe eine Vorbereitung auf das Sterben erleichtert wird: 

Was will ich unbedingt noch in Ordnung bringen?
Was erhoffe ich mir von meinem Lebensende?
Was will ich für mich behalten?
Was befürchte ich, wenn mein Leben zu Ende geht?
Tut sterben weh?
Was bringt die Vorstellung, dass Gott dabei ist, wenn wir sterben?
Was bedeutet das Wort „lebenssatt“?
Was ist der Unterschied zwischen
„das Leben satt haben“ und „satt sein vom Leben“?

 

Ein sehr altes aber zugleich sehr eindrückliches Beispiel für die biblische Sicht auf Leben und Tod ist der Psalm 90.

Der Text des 90. Psalms

 

E-wie-evangelisch

Fremd und doch gehört er zu mir - Gedanken zum Tod.

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Literaturhinweis:

Pechmann, Burkhard: Altenheimseelsorge. Göttingen 2011

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