blick in baumkrone

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Wohnen

Wie werde ich im Alter leben?

Aus Kreide auf den Asphalt gezeichnet - ein Haus mit einem Baum.
Aus Kreide auf den Asphalt gezeichnet - ein Haus mit einem Baum. Bild: Erich Franz

Die Diskussion über geeignete Wohn- und Lebensformen im Alter erreicht heute viele Menschen. Modelle für seniorengerechtes Wohnen werden vorgestellt und gefördert. Sie regen zur Auseinandersetzung mit der Frage an: Wie werde ich leben, wenn die Kräfte nachlassen?

Es ist gut, wenn Sie sich Gedanken machen über das Altwerden, denn die hohe Lebenserwartung bringt ganz verschiedene Phasen mit sich.

In Bezug auf das Wohnen haben die meisten älteren Menschen den vorherrschenden Wunsch, im eigenen Haushalt zu leben und ihre Selbständigkeit so lange als möglich wahren zu können. Das gelingt weitgehend: 2009 konnten 97% der über 65- jährigen diesen Wunsch realisieren und lebten in ihrer eigenen Wohnung. Die Wohnungsausstattung in Deutschland ist im europäischen Vergleich und im Vergleich zu früheren Generationen sehr gut und wird an den Bedarf Älterer angepasst.

Bei Bedarf stellen die unterstützenden Angebote eine große Hilfe dar:
hauswirtschaftliche Hilfen, ambulante Pflege, Physiotherapie und andere helfende Berufe kommen ins Haus. Die Diakonie als Dienstleister der evangelischen Kirche und andere Anbieter beraten vor Ort über die Leistungen der Pflegeversicherung und bieten ambulante Hilfen an.

Für den Einzelnen kann eine Umgestaltung seines Wohnraumes mit Unterstützung durch Angehörige und komplementäre Dienste lange Zeit optimal sein. Ein anderer besucht tagsüber zusätzlich eine Tagespflege. Die Wohngemeinschaft ist gut für Menschen, die nicht mehr allein leben können, aber noch aufstehen, essen und sprechen.
69% aller Pflegebedürftigen wurden 2009 zu Hause versorgt.

Technische Neuerungen wie seniorengerechtes Telefon, Notruf, Gehhilfen, Hörgeräte werden laufend weiterentwickelt. Neuerdings wird elektronische Technologie vorgestellt, die die Beleuchtung regelt, Brände oder Stürze meldet oder den Herd bei Bedarf automatisch abschaltet. Auch die elektronische Kommunikation findet zunehmenden Akzeptanz: 31% der Menschen über 65 surften 2010 im Internet, bei den 45-64- jährigen waren es bereits 75%. Onlinebestellung von Waren und Fahrkarten ist für ein Drittel der Älteren bereits selbstverständlich.