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 Bild: Christof Krackhardt/ Brot für die

Stiller Hunger bremst Entwicklung

Nachricht 07. Oktober 2015

Den Teufelskreis durchbrechen

Das Problem der Mangelernährung beginnt bereits im Mutterleib. Die ersten 1.000 Tage entscheiden über die Lebenschancen eines Menschen. Erhält ein Kind ab Eintritt der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag nicht ausreichend Kalorien und Nährstoffe, kann seine körperliche und geistige Entwicklung unwiederbringlich beeinträchtigt werden. Langfristige Schäden wie Blindheit, Lernbehinderungen und Blutarmut sowie chronische Krankheiten wie Diabetes können die Folge sein. Mütter, die mangelernährt sind, haben kaum Chancen gesunde Babys zur Welt zu bringen.

Um Hunger und Mangelernährung ernsthaft zu bekämpfen, ist es deshalb wichtig, schon bei der Ernährung der Schwangeren und Mütter anzusetzen. Ernähren diese sich gesund, profitieren davon auch ihre Kinder: Sie kommen mit einem normalen Geburtsgewicht zur Welt und sind weniger anfällig für Krankheiten und Entwicklungsverzögerungen. Stillt eine Mutter ihren Säugling mindestens ein halbes Jahr, steigt dessen Chance auf ein gesundes, aktives und selbstbestimmtes Leben. Mangelernährte Mütter hingegen geben ihre Defizite an die nächste Generation weiter, Hunger, Mangel und Armut verfestigen sich. Ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt.