Tag 5_Samen

Bild: Brot für die Welt

Navdanya

Nachricht 03. Dezember 2015

Am ersten Advent wurde die 57. Aktion Brot für die Welt in der Marktkirche zu Hannover und auch in den Kirchengemeinden unserer Landeskirche feierlich eröffnet. Im Rahmen der Eröffnung gab es den traditionellen „Aufruf“ zur neuen Spendenaktion. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt bittet darin um Unterstützung. Diese erbetene Mithilfe kann viele Formen haben, seien es Gebete und Gedanken, Geld- oder Zeitspenden, jeder ist eingeladen das zu geben was er oder sie geben kann und mag, damit wir gemeinsam die Welt von morgen gestalten können.

Projektpartner von Brot für die Welt

Navdanya, Partnerorganisation von Brot für die Welt, unterstützt vor allem Kleinbauernfamilien in Indien, unter anderem durch den Aufbau von Saatgutbanken und Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft. Navdanya ist in 18 indischen Bundesstaaten aktiv.

Gegründet wurde die Organisation Navdanya (zu deutsch: „neun Samen“) 1987 von Dr. Vandana Shiva, einer weltweit anerkannten Wissenschaftlerin und Umweltaktivistin. Sie engagiert sich mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für die Bewahrung der natürlichen Sortenvielfalt, den freien Zugang zu Saatgut und gegen die, von der indischen Regierung geförderte und von multinationalen Konzernen kontrollierte industrielle Landwirtschaft, die auf einem hohen Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden sowie auf Monokulturen basiert.

Vergessene Sorten werden wiederentdeckt

Dank der Arbeit von Navdanya wurden in Vergessenheit geratene Sorten wiederentdeckt – Feldfrüchte, die völlig zu Unrecht als primitiv und rückständig galten und deshalb von den Äckern verschwanden: „Diese vergessenen Nahrungsmittel bieten oft einen hohen Nährwert bei geringem Ressourcenverbrauch, das heißt, sie brauchen nur sehr wenig Wasser“, erläutert Dr. Vandana Shiva. Darüber hinaus bedeutet eine vielfältigere Auswahl an Nahrungsmitteln, dass die Menschen sich gesünder, abwechslungsreicher und ausgewogener ernähren können was wiederum dazu führt, dass sie weniger anfällig für Krankheiten sind. Vielfalt auf dem Teller bedeutet eine gesunde Zukunft.

„Die Fingerhirse ist so ein Beispiel. Sie enthält so viel Kalzium, dass kein Kind Kalziummangel bekommt, auch wenn es keine Milch trinkt. Sie enthält so viel Eisen, dass keine Frau unter Eisenmangel leidet. Und sie enthält wichtige Ballaststoffe und Spurenelemente.“

Mittlerweile ist die Fingerhirse, genannt Ragi, indienweit wieder populär geworden. Sie wird zu Brot, Klößen, Keksen oder Nudeln verarbeitet und in Getränke oder Joghurt gemischt.

Flyer - Zukunft durch Vielfalt

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