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Bild: Brot für die Welt

Indien

Nachricht 02. Dezember 2015

Eine Landesinformation

Die Bundesrepublik Indien umfasst den größten Teil des indischen Subkontinents und ist mit einer Bevölkerung von über 1,2 Milliarden Menschen die größte Demokratie der Erde. 

Im Vielvölkerstaat Indien ist die große Mehrheit der Bevölkerung (circa 80 Prozent) hindu. Knapp 15 Prozent sind muslimischen Glaubens, nur etwas mehr als zwei Prozent bekennen sich zum Christentum. 

Trotz des enormen Wirtschaftswachstums der letzten Jahre müssen noch immer rund 70 Prozent der Inderinnen und Inder mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen, über 300 Millionen haben sogar weniger als einen Dollar am Tag zur Verfügung. Jedes dritte indische Kind gilt als chronisch unterernährt, etwa die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Ein Großteil der Armen lebt in ländlichen Regionen.

In Indien unterstützt Bort für die Welt unter anderem die Organisation „Navdanya“, die sich dafür einsetzt traditionelles Saatgut zu bewahren und damit einen Beitrag zur Überwindung von Mangelernährung leistet.

Vandana Shivas Saatgutbank schafft Perspektiven

Bauern in der Krise

Die Armut auf dem Land hat einen Grund: Im Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung hat die indische Regierung die industrielle Landwirtschaft und den Anbau von Exportprodukten massiv vorangetrieben. Kleinbäuerliche Betriebe sehen sich dadurch oft nicht in der Lage, im ungeschützten Konkurrenzkampf mit größeren, besser ausgestatteten Höfen zu bestehen und die steigenden Kosten für Saatgut und Chemikalien zu tragen.

Dies führt zu einer hohen Abhängigkeit und finanziellen Belastung. Die Früchte der Feldarbeit reichen oft nicht aus, um die Familien mit dem Notwendigsten zu versorgen. Viele Kleinbauern und -bäuerinnen sind hochverschuldet, nicht wenige Bauern nehmen sich angesichts ihrer aussichtlos erscheinenden Lage das Leben. Viele trinken auf ihrem Feld eine Flasche Düngemittel, in den letzten Jahren häufen sich derartige Suizidfälle.

Jedes Jahr im Advent startet Brot für die Welt eine neue Spendenaktion

Satt ist nicht genug

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Bild: Brot für die Welt

„Brot für die Welt“ widmet sich der Entwicklungsarbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Im vergangenen Jahr wurden dafür bundesweit 55,7 Millionen Euro gespendet. Die aktuelle Aktion unter dem Motto „Satt ist nicht genug“ stellt die Bekämpfung des Hungers und die Sicherung der Ernährung in den Mittelpunkt.

Hier können Sie spenden

Spendenkonto 500 500 500
BLZ 1006 1006
Bank für Kirche und Diakonie IBAN DE10100610060500500500 BIC GENODED1KDB

Kampf gegen Mangelernährung

Ralf Meister, Landesbischof  der Evangelisch-Lutherischen Kirche Hannovers, sagte in seiner Predigt: „Der tiefe Wunsch, das Leben möge anders werden, es möge zu seiner wirklichen Fülle kommen, alle Menschen in Frieden satt werden, dieser Wunsch führt uns nicht aus dieser Welt heraus, sondern mitten in sie hinein.“ Er rief dazu auf, Gottes Zusagen mit Leben zu erfüllen: „Abertausende tun es jeden Tag. Sie helfen, wo Not ist. In anderen Ländern, weltweit.“

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