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Luftaufnahme im argentinischen Chaco. Mit Bulldozern und gezielt gelegten Bränden wird der Wald gerodet um Platz für Monokulturen wie Soja zu schaffen. Bild: Florian Kopp/Brot für die Welt

Hunger - von Menschen gemacht

Nachricht 05. Oktober 2015

In der Erntedank-Themenwoche von Brot für die Welt auf der Website der Landeskirche Hannovers geht es um die Bedeutung von ausreichender und vielfältiger Ernährung. Sie erfahren, warum es nicht ausreicht ist „satt“ zu sein und warum es so wichtig ist sich neben der Hungerbekämpfung gleichzeitig auch gegen Mangelernährung, den sogenannten „stillen Hunger“, einzusetzen.

Falsche Subventionen, ungerechte Handelsstrukturen, Lobbyarbeit

Die heutige Pflanzenzüchtung zielt darauf ab, vor allem hohe Mengen zu produzieren. Die Vielfalt auf unseren Feldern nimmt ab. Darunter leidet auch unsere Ernährung, die immer einseitiger wird.

Anstelle von nährstoffreichen Pflanzen aus nachhaltigem Anbau nehmen die Menschen weltweit vor allem Kohlenhydrate, Fette und Zucker zu sich. Pizza, Frittiertes und süße Limonaden haben einen Siegeszug angetreten – vor allem in den Städten. Es geht also nicht nur um die Masse an Nahrungsmitteln, sondern auch um deren Qualität.

Für die industrialisierten Agrar- und Lebensmittelsysteme zahlt die Menschheit einen hohen Preis: Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Kosten sind immens. Durch Fehl- und Mangelernährung sind die Menschen weniger leistungsfähig und werden krank, was die Gesundheitssysteme belastet. Die Artenvielfalt nimmt ab, die Böden laugen aus, Treibhausgase belasten die Umwelt, das Klima wandelt sich.

Landraub nimmt immense Ausmaße an. Die Fleischindustrie benötigt immer größere Flächen für den Anbau von Tierfutter. Die Meere sind überfischt. Nahrung, die so produziert wird, kommt nicht dort an, wo sie gebraucht wird. Zu hoch sind die Ernteverluste, zu weit die Wege, zu teuer die Preise für die Armen.

In reichen Ländern wie Deutschland landen Unmengen an Essen im Müll. Falsche Subventionen spielen in diesem Zusammenhang eine ebenso wichtige Rolle wie ungerechte Handelsstrukturen, die Lobbyarbeit der multinationalen Konzerne und die Macht der Werbung.

Mehr erfahren

Wenn Sie mehr über die Folgen der industrialisierten Agrar- und Lebensmittelsysteme erfahren möchten, besuchen Sie die Website von Brot für die Welt der Landeskirche Hannovers. Sie können das Team auch einladen, um einen Vortrag in Ihrer Gemeinde zu halten.

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Plakat: Brot für die Welt

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