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Bild: Brot für die Welt

Einfalt führt zu Mangelernährung

Nachricht 30. November 2015

Am ersten Advent wurde die 57. Aktion Brot für die Welt in der Marktkirche zu Hannover und auch in den Kirchengemeinden unserer Landeskirche feierlich eröffnet. Im Rahmen der Eröffnung gab es den traditionellen „Aufruf“ zur neuen Spendenaktion. Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt bittet darin um Unterstützung. Diese erbetene Mithilfe kann viele Formen haben, seien es Gebete und Gedanken, Geld- oder Zeitspenden, jeder ist eingeladen das zu geben was er oder sie geben kann und mag, damit wir gemeinsam die Welt von morgen gestalten können.

Eine der Ursachen für Mangelernährung ist der Verlust an biologischer Vielfalt. Vielerorts haben hochgezüchtete Sorten von Mais und Weizen traditionelle Nahrungspflanzen wie Quinoa oder Sorghum verdrängt ‒ letztere sind Getreidearten, die zwar weniger ertragreich sind, dafür aber sehr viel mehr Nährstoffe enthalten.

Der exportorientierte Anbau von Grundnahrungsmitteln, wie Getreide und Kartoffeln, in Monokulturen und genverändertes Saatgut haben dazu beigetragen, dass die Artenvielfalt bedroht ist. Dies hat unter anderem eine einseitigere Ernährung der Menschen zur Folge, besonders Kleinbauernfamilien sind dadurch von Hunger und Mangelernährung bedroht.

Zusammen mit unseren Partnerorganisationen in den Ländern des Globalen Südens, setzen wir uns für den Erhalt und die Wiederbelebung alter Kulturpflanzen ein. In Indien helfen wir beim Aufbau von Saatgutbanken, in denen Hunderte von traditionellen Nahrungspflanzen, unter anderem die nährstoffreichen Hirsearten Ragi und Jhangora, aufbewahrt werden.

Denn eines ist sicher: Satt ist nicht genug! Zukunft braucht gesunde Ernährung.

Fakten zu Hunger und Mangelernährung

Brot für die Welt eröffnet neue Spendenaktion

Mit einem Festgottesdienst hat Brot für die Welt in Hannover die neue Spendenaktion eröffnet. Der Gottesdienst wurde live von der ARD übertragen. Im Mittelpunkt der Aktion steht die Überwindung von Hunger und Mangelernährung. Das  Motto lautet „Satt ist nicht genug – Zukunft braucht gesunde und vielfältige Ernährung“.

Brot für die Welt fördert in Projekten weltweit die Wiederbelebung alter nährstoffreicher Kulturpflanzen und den Erhalt der Artenvielfalt. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, sagte in der Marktkirche in Hannover: „Artenvielfalt schützt vor Hunger und Mangelernährung. Bewahren wir den in der Schöpfung geschenkten Reichtum! Ihr Gebet und Ihre Spende unterstützen uns.“

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Gerecht verteilt

„Denn der Herr, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die an den Bergen und in den Auen fließen; ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbaume und Granatäpfel sind; ein Land, darin Ölbaume und Honig wachsen.“ (5. Mose 8, 7 – 8)

Brot für die Welt setzt sich dafür ein, dass alle Menschen satt werden. Aber satt allein ist nicht genug, für eine gute körperliche und geistige Entwicklung sind Nährstoffe wie Eisen, Zink, Jod und Vitamine unerlässlich. Zwei Milliarden Menschen fehlen diese, für ein gesundes Leben notwendigen, Nährstoffe.

Besonders für Kinder hat ein Mangel schwerwiegende Folgen: Sie bleiben in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung zurück oder sind anfällig für schwere Krankheiten.

Doch Hunger und Mangelernährung sind überwindbar. Als Christinnen und Christen glauben wir: Die reichen Gaben der Schöpfung, gerecht verteilt und allen gleichermaßen zugänglich, ermöglichen ein Sattwerden im umfassenden Sinne, mit allen Nährstoffen versorgt und teilhaftig einer globalen Gerechtigkeit. Daher setzen wir uns für das Menschenrecht auf Nahrung ein.