Landesbischof Ralf Meister zum DGB-Motto des 1. Mai „Wir sind viele. Wir sind eins.“

Pressemitteilung 27. April 2017

"Gemeinschaft und Zusammenhalt sind wichtige Zeichen gegen Ausgrenzung und Vorurteile. Durch das Motto „Wir sind viele. Wir sind eins.“ setzt der Deutsche Gewerkschaftsbund zum Tag der Arbeit ein Zeichen der Stärke und Präsenz in Richtung der Arbeitgeber. Gleichzeitig setzt er ein Zeichen für eine Gesellschaft, die um ihren sozialen und politischen Zusammenhalt kämpft. Gewerkschaften leben den Geist des Miteinanders, der Menschen unterschiedlicher Qualifikation, Herkunft und Generationen zusammenführen kann. Gemeinschaft und Zusammenhalt sind für jede Gesellschaft überlebenswichtig.

Wenn sich z.B. geflüchtete Menschen in die Gesellschaft und in den Arbeitsalltag eingliedern wollen, brauchen sie Partner. Am Arbeitsplatz zeigt sich, was es heißt, gute Kolleginnen und Kollegen zu haben. Denn Begriffe wie Integration und Solidarität müssen jeden Tag mit Leben gefüllt werden.  Ausgrenzung und Anfeindung müssen verhindert werden. In einer Gesellschaft, in der Mobbing bereits in Schulen geschieht, muss auf allen Ebenen an der Mitmenschlichkeit gearbeitet werden. Wer in der Schule mobbt, wird dies vermutlich auch in der Arbeitswelt versuchen. Wer gemobbt wurde, vergräbt sich oft in Scheu und Mutlosigkeit. Hier braucht es Kolleginnen und Kollegen, die auf der Seite derer stehen, die Unterstützung brauchen.

Kirchen und Gewerkschaften haben ihre je eigenen Aufgaben. In dem Bemühen, Gemeinschaft zu stärken und Gemeinschaft zu sein, begegnen sie sich. Der Impuls, dem Schwächeren beizustehen, mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen, Widerstände zu überwinden und Gutes zu bewegen, verbindet Gewerkschaften und Kirchen. Wo das in gemeinsamen Veranstaltungen zum Ausdruck kommt, gewinnt die Gesellschaft an Chancen."

Landesbischof Ralf Meister, Hannover

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Hannover, den 27.04.2017

Pastor Dr. Johannes Neukirch
Pressesprecher der Landeskirche
Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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Pressemitteilung der Landeskirche vom 27.04.2017