„Wir müssen mal nach dem/n Rechten sehen“: Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ wirbt mit Kampagne um neue Mitglieder

Pressemitteilung 26. Juni 2012

Die Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers (IKDR) weitet ihr Engagement gegen den Rechtsextremismus aus. Mit der Kampagne „Wir müssen mal nach dem/n Rechten sehen“ wirbt sie um neue Mitglieder. Interessierte erhalten ein „Erste-Hilfe-Set“, das mit Adresslisten, Leitfaden und weiteren Materialien beim Engagement gegen den Rechtsextremismus unterstützt.

„Die im Dezember 2010 gegründete Initiative in der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland bildet bereits jetzt ein enges und effektives Netzwerk mit über 700 Ansprechpersonen“, so Pastor Klaus Burckhardt, Friedensbeauftragter im Haus kirchlicher Dienste. „Rund 150.000 Straftaten durch Rechtsextremisten in den vergangenen 20 Jahren zeigen, wie notwendig dieses Engagement ist.“

Die IKDR will mit ihrer Arbeit rechtsextreme und menschenfeindliche Haltungen benennen und ihnen konstruktiv entgegen treten. Das tut sie mit Erfolg: So haben sich beispielsweise Kirchengemeinden und Kirchenkreise mit Kooperationspartnern zusammengetan, um gemeinsam Aktionen mit Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden durchzuführen. Vielfach konnten in Kirchengemeinden Beratungen zu rechtsextremen Einstellungen und Aktionsformen durchgeführt werden.

„Auch innerhalb der Kirche gibt es einen Resonanzboden für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, sagt Jürgen Schnare, Weltanschauungsbeauftragter im Haus kirchlicher Dienste und gemeinsam mit Burckhardt Geschäftsführer der IKDR: „Darum wollen wir ein klares Profil zeigen.“


Weitere Informationen:

Wer kann Mitglied in der Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ (IKDR) werden?
Einzelpersonen sowie Kirchengemeinden, Organisationen, Gruppen, Initiative und Arbeitskreise im Raum der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers können Mitglied der IKDR werden. Voraussetzung ist, dass sie sich zu den Zielen der IKDR bekennen und mit einem selbst festzulegenden jährlichen Mitgliedsbeitrag (zwischen 5,00 und 50,00 Euro) die Arbeit der IKDR unterstützen.

Wer ist Ansprechpartner für mögliche neue Mitglieder der IKDR?
Pastor Klaus Burckhardt, Beauftragter für Friedensarbeit und
Pastor Jürgen Schnare, Beauftragter für Weltanschauungsfragen
Initiative „Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“
Haus kirchlicher Dienste
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3, 30169 Hannover
Tel.: 0511 1241-560 bzw. -140
Fax: 0511 1241-499 bzw. -941
E-Mail: ikdr@kirchliche-dienste.de

Was gehört zum Erste-Hilfe-Set gegen Rechts für neue IKDR-Mitglieder?
Das „Erste-Hilfe-Set“ hat folgenden Inhalt:
• Neu erschienene Arbeitshilfe „Wir müssen mal nach dem/n Rechten sehen“
• Adressliste wichtiger Kontaktstellen wie der Opferberatung, der Aussteigerhilfe, Anlaufstellen für Eltern rechtsextremer Jugendlicher, Hilfen für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende im Umgang mit rechtsextremen Vorfällen in der eigenen Gemeinde und im eigenen Ort
• Flyer der IKDR
• Armband mit Aufschrift „www.unser-kreuz-hat-keine-haken.de“
• Zugang zum internen Bereich der Homepage www.ikdr-hannover.de
• Din A6 Karte „10 Thesen gegen Rechtsextremismus“

Wo gibt es weiteres Material zur Information und für die Arbeit mit Gruppen?
Die Internetseite www.ikdr-hannover.de bietet Bestellmöglichkeiten für Arbeitshilfen und weitere Materialien, Link- und Literaturtipps sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Rechtsextremismus und Gewaltprävention.


Hannover, 26. Juni 2012

Pressestelle der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Stefanie Arnheim, Stellvertretende Pressesprecherin
Rote Reihe 6, 30169 Hannover
Tel.: 0511 / 1241-454, Mobil: 01520 / 9240964
E-Mail: Stefanie.Arnheim@evlka.de
www.Landeskirche-Hannovers.de