Propst von Nordheim gibt sein Amt auf

Pressemitteilung 21. Oktober 2009

Der Uelzener Propst Wolf-Dietrich von Nordheim gibt sein Amt zum 31. Dezember dieses Jahres auf und übernimmt ab 1. Januar 2010 eine neue Aufgabe. Bis zu diesem Zeitpunkt wird Landessuperintendent Jantzen die Ende September ausgesprochene Beurlaubung verlängern.

Von Nordheim hat am Dienstagnachmittag gegenüber dem Landeskirchenamt erklärt: "Aufgrund der Umstände, die zur Insolvenz der Diakonie KK Uelzen gGmbH führten sowie der auf meine Person zentrierten veröffentlichten Meinung und aufgrund der nach sieben Monaten noch ausstehenden disziplinarrechtlichen Klärungen sehe ich mich nicht mehr in der Lage, mein Amt als Propst weiterhin mit der gebotenen Sorgfalt und dem nötigen Rückhalt zu führen. Auf Anraten der Frau Landesbischöfin und in Übernahme der politischen Verantwortung für die Fehlentwicklungen in der Diakonie KK Uelzen gGmbH trete ich vom Amt des Propstes des Kirchenkreises Uelzen zurück.“

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers bekundet ihren Respekt für die Entscheidung des Propstes. Sie dankt ihm für seinen treuen Dienst im Kirchenkreis Uelzen, den er stets mit hohem Engagement und in großer Liebe für seine Kirche wahrgenommen hat.

Im Zusammenhang mit der Insolvenz der Diakonie Kirchenkreis Uelzen gGmbH hatte sich der Verdacht ergeben, von Nordheim habe bei Entscheidungen des Kirchenkreises in Bezug auf die Diakonie gGmbH seine Amtspflichten verletzt. Die Landeskirche hatte daher ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen des Landeskirchenamtes sind mittlerweile abgeschlossen. Um eine endgültige Klärung der Vorwürfe zu erreichen, hat das Landeskirchenamt beschlossen, die Disziplinarkammer der Landeskirche anzurufen, die nun das Ergebnis der Ermittlungen überprüfen und über die erforderliche Disziplinarmaßnahme entscheiden wird. Die Disziplinarkammer ist ein unabhängiges kirchliches Gericht, das mit drei juristischen und zwei theologischen Richtern besetzt ist.

Hannover, 20.10.2009
Pressestelle der Landeskirche
Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher