Neue Ferienaktion für Kinder aus dem Tschernobyl-Gebiet

Pressemitteilung 21. Mai 2009

Die 19. Ferienaktion der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für strahlengeschädigte Kinder aus dem besonders von der Reaktorkatastrophe betroffenen weißrussischen Gebiet Gomel beginnt am Mittwoch, dem 27. Mai 2009, mit der Landung des ersten Flugzeugs auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen. 111 Kinder, 12 Mütter mit Kleinkindern sowie 15 Dolmetscherinnen werden mit dem ersten Flug erwartet und reisen dann per Bus in die gastgebenden Kirchenkreise Burgdorf, Grafschaft Diepholz, Hittfeld, Melle, Neustadt-Wunstorf und Soltau weiter.

In dem Zeitraum vom 27. Mai bis zum 19. August 2009 werden insgesamt etwa 800 weißrussische Gäste nach Niedersachsen reisen und für jeweils vier Wochen in Familien wohnen. 23 Kirchenkreise beteiligen sich an der diesjährigen Aktion.

Die jungen Feriengäste werden auf dem Flugfeld durch den Botschafter der Republik Belarus (Weißrussland) aus Berlin, Wladimir Skworzow, und den zuständigen Referenten im Landeskirchenamt, Pastor Helmut Bochow, sowie die Vorsitzende der landeskirchlichen Arbeitsgemeinschaft, Renate Paul, offiziell begrüßt.

Wir laden Sie aus diesem Anlass ein zu einem
Presse- und Fototermin
am Mittwoch, dem 27. Mai 2009,
auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen.
Treffpunkt ist um 8.15 Uhr am Airport Service Center im Terminal B, Ankunftebene

Wir bitten Sie, sich wegen der erforderlichen Sicherheitsüberprüfung möglichst schnell, spätestens bis zum 26. Mai 2009 bei der Pressestelle der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH per Telefon unter 05 11 / 9 77 – 1734 oder 9 77 - 1764 (Herr Lekic), per Fax 9 77 – 1855 oder per E-Mail an m.lekic@hannover-airport.de (unter Angabe von Vornamen, Namen, Medium, Reisepass- oder Personalausweisnummer) anzumelden.

Bitte beachten Sie, dass ein Zugang nur mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis erfolgen kann.

Nach dem der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko die Erholungsreisen ins Ausland im vergangenen Herbst zunächst ausgesetzt hatte, führten bilaterale Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Belarus im Februar zu einer Vereinbarung, nach der die Kinder auch weiterhin zur Erholung nach Deutschland reisen können, um sich hier in gesunder Umwelt und bei guter Ernährung von den gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu erholen und ihre Gesundheit in der wichtigen Wachstumsphase zu stärken.

Die Zeit vergeht – die Strahlung nicht. Viele Menschen in der Region um den Unglücksreaktor sind inzwischen z. B. an Schilddrüsenkrebs, Magen-Darm-Erkrankungen, Herz- und Bluterkrankungen, Leukämie, Brustkrebs und Organ-Krebs-Erkrankungen, Jugend-Diabetes und Immunschwächen erkrankt. Besonders betroffen sind die Säuglinge und Kinder, die in dieser verstrahlten Umwelt geboren werden und aufwachsen, weil sie in der Wachstumsphase besonders strahlengefährdet sind.

Im direkten Anschluss an die Ankunft der Kinder am 27. Mai wird das Flugzeug für den Rückflug mit knapp 2,5 Tonnen aus Spenden finanzierten Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern im Wert von ca. 56.000 € für die Kinderabteilungen der zentralen Gomeler Krankenhäuser beladen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Haus kirchlicher Dienste, Archivstraße 3, Hannover, Tel. 05 11 / 12 41 – 9 75 (Lars-Torsten Nolte)

Internet: www.Tschernobyl-Hilfe.org


Hannover, 21.5.2009
Pressestelle der Landeskirche