Ausstellungseröffnung „Leben im Verborgenen. Menschen ohne Pass und Papiere in Deutschland“

Pressemitteilung 09. September 2008

Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann eröffnet am 30. September um 19 Uhr in der Kreuzkirche Hannover die Ausstellung „Leben im Verborgenen. Menschen ohne Pass und Papiere in Deutschland“, deren Schirmherrin sie ist. Die für die Ausstellung verantwortliche „Arbeitsstelle Islam und Migration“ im Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers geht davon aus, dass bis zu einer Million Menschen illegal, also ohne gültige Aufenthaltspapiere, in Deutschland leben. Es sind, so die Arbeitsstelle, zum Beispiel abgelehnte Asylsuchende, Wanderarbeiter oder Au-pair-Mädchen, die nicht zurückgekehrt sind.

Die Ausstellung, so ihr Initiator Pastor Dr. Christoph Dahling-Sander, soll Verständnis für illegal in Deutschland lebende Einwanderer wecken: „Evangelische Kirche und Diakonie setzen sich für Menschen ohne Papiere ein. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf Leben in Freiheit und Würde, unabhängig von seinem Aufenthaltsstatus.“

In der Ausstellung werden auf Tafeln Biographien illegaler Einwanderer und politische Zusammenhänge dargestellt. „Leben im Verborgenen. Menschen ohne Pass und Papiere in Deutschland“ ist die erste deutschsprachige Ausstellung, in der Tondokumente der Betroffenen zu hören sind.

Die Ausstellung in der Kreuzkirche Hannover (Kreuzkirchhof) ist vom 1.-14.10.2008 jeweils von 10-18 Uhr geöffnet. Besuche von Schulklassen und Führungen können unter der Nummern 0511/ 3687-131 vereinbart werden.

Die Ausstellung ist ein Projekt des Hauses kirchlicher Dienste in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, dem Diakonischen Werk des Stadtkirchenverbandes Hannover und dem Ökumenischen Netzwerk Asyl in der Kirche. Sie wird gefördert von der Hanns-Lilje-Stiftung.

Infos:
www.leben-im-verborgenen.de

Ansprechpartnerin:
Barbara Janocha, Telefon: 0511-1241-127
islam.migration@kirchliche-dienste.de


Hannover, 9.9.2008, Pressestelle der Landeskirche
Dr. Johannes Neukirch, Pressesprecher