Landessuperintendentin i.R. Doris Janssen-Reschke gestorben

Pressemitteilung 23. Mai 2008

Am Donnerstag, dem 22. Mai 2008, verstarb im Alter von 63 Jahren Doris Janssen-Reschke, bis 2007 Landessuperintendentin des Sprengels Osnabrück der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Janssen-Reschke wurde am 1. August 1944 in Heilsberg/Ostpreußen geboren und ist in Hildesheim aufgewachsen. Studiert hat sie in Göttingen, Mainz und Berlin.

Sie war Pastorin in Hage/Ostfriesland, Krankenhausseelsorgerin im Kirchenkreis Bremerhaven und Pastorin und Pastoralpsychologin in Bremerhaven. 1993 wurde sie Superintendentin im damaligen Kirchenkreis Hannover-Nordost.
Am 1. Februar 1998 übernahm Janssen-Reschke als Landessuperintendentin die Leitung des Sprengels Osnabrück und war damit die erste Frau der hannoverschen Landeskirche im Amt einer Regionalbischöfin. Am 31. Juli 2007 ging sie in den Ruhestand.

Sie war von 1983 bis 1998 Mitglied der Landessynode und von 1989 bis 1998 und 2002 bis 2007 Mitglied des Kirchensenats.

Janssen-Reschke hinterlässt einen Sohn. Ihr Ehemann, Enno-Edzard Janssen, war 2007 verstorben. Sie lebte zuletzt in Drage, in der Nähe von Winsen / Luhe.

Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann sagte: „Ich bin bestürzt über die Nachricht vom plötzlichen Tod von Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke. Sie hatte sich sehr auf ihren Ruhestand gefreut. Doris Janssen-Reschke war eine der ersten Pastorinnen unserer Landeskirche, die zweite Superintendentin und die erste Frau im regionalen bischöflichen Amt. Damit hat sie Weichen gestellt für Frauen in unserer Kirche. In ihrer Amtsführung hatte sie ihren ganz eigenen Stil. Besonders geschätzt habe ich sie als Predigerin, die biblische Texte lebendig in unsere Zeit vermitteln konnte. Wir vertrauen sie der Liebe Gottes an.“


Hannover, 23. Mai 2008
Pressestelle der Landeskirche
Dr. Johannes Neukirch