Landeskirche stellt 100.000 Euro aus Katastrophenmitteln zur Verfügung

Pressemitteilung 17. Juli 2006

Die Landeskirche hat der Katastrophenhilfe im Diakonischen Werk der EKD, Stuttgart, 100.000 Euro zur Mitfinanzierung von Hilfsmaßnahmen am Horn von Afrika zur Verfügung gestellt.
Semeyian Mpaashie lebt mit ihrem Mann und ihren elf Kindern in Isinya. Das kleine Dorf liegt im Distrikt Kajiado, rund 100 Kilometer südlich der kenianischen Hauptstadt Nairobi. In den vergangenen Monaten hat die 78-jährige Massai fast alle Tiere verloren. Drei Kühe und ein vertrocknetes Feld sind ihr geblieben. Zu essen gibt es kaum noch etwas. Zwei ihrer Enkel bekommen Schulspeisung, weil sie das Glück haben im Projektgebiet der Diakonie Katastrophenhilfe zur Schule zu gehen.
Schon seit einem Jahr, in manchen Gegenden schon seit zwei oder drei Jahren, zeichnen sich die Folgen einer schweren Dürre in Kenia, Somalia, Äthiopien und Eritrea ab.
Dürre ist am Horn von Afrika kein neues Phänomen. Als Folge des Klimawandels werden die Abstände von einer Dürre zur nächsten aber immer kürzer. Viehbestände und Vegetation können sich nicht mehr erholen, die Menschen kommen nicht mehr zu Kräften. Die Folgen der Dürre werden durch extreme Armut immer katastrophaler – zumal wenn sie gepaart ist mit Krankheiten wie HIV/Aids, Malaria, Durchfall bei Kindern und Tuberkulose.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bemüht sich gemeinsam mit lokalen Partnern, das Überleben der Menschen bis zur nächsten Ernte in einer Weise zu sichern, die Nomaden und Bauern auch auf längere Sicht ein Auskommen ermöglicht.

Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe, Konto 502 707, Postbank Stuttgart,
BLZ 600 100 70 oder online über das Internet
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/