Zukunftsfähige Diakonische Einrichtungen

Pressemitteilung 19. Februar 2004

Landeskirche und Diakonisches Werk starten Projekt zur Sicherung der ambulanten und stationären Altenpflege

Von Kirche und Diakonie werden bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit Betreuung und Hilfe erwartet. Die ambulante und die stationäre Pflege aber stecken in einer tiefen Krise. Vielen Einrichtungen droht die Schließung. Höheren Qualitäts-und Leistungsanforderungen stehen keine angemessenen Entgelte gegenüber.
An die Landeskirche und ihr Diakonisches Werk (DW) ist deshalb wiederholt die Bitte gerichtet worden, in dieser Situation Initiativen zu entwickeln. Ziel des Projektes „Zukunftsfähige Diakonische Einrichtungen“ ist es, die Aufgaben in der ambulanten und stationären Pflege dauerhaft eigenverantwortlich, selbstständig und vor allem wirtschaftlich (d.h. insbesondere innerhalb der Refinanzierung) wahr zu nehmen.
Im Rahmen des Projektes werden in drei Regionen („Westliche Heide“, „Hildesheim“ und „Osnabrück“) mit über 50 Trägern und mehr als 80 Einrichtungen Prozesse zur künftigen Sicherung angestoßen.
Insbesondere geht es um
· die Bildung von Verbundgesellschaften
· ein Konzept zur Verteilung der Aufgaben zwischen Kompetenzzentren und den einzelnen Einrichtungen. Dabei soll die Arbeit der diakonischen Einrichtungen stärker mit den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen verzahnt werden
· die rechtliche, wirtschaftliche und personelle Umsetzung der Projektidee unter externer Beratung
sowie um die Bildung eines
· „Netzwerk Pflege“ zur Umsetzung gemeinsamer verbindlicher Standards im Bereich der Landeskirche

Das Projekt in den drei Regionen ist auf zwei Jahre angelegt. Die Erfahrungen sollen allen diakonischen Einrichtungen zugänglich gemacht werden
Das DW stellt für zwei Jahre einen Projektmanager an, der die Prozesse in den Regionen koordinieren und das „Netzwerk Pflege“ aktivieren soll.