Marga-Bührig-Seminar

Pressemitteilung 04. November 2003

Erstes Seminar zum Gedenken an Marga Bührig
mit internationaler Beteiligung

In Erinnerung an die Pädagogin und Theologin
Dr. Marga Bührig (1915-2002) findet vom
11. - 14. November 2003 das erste „Marga-Bührig-Seminar“ statt.

Der Einladung von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann in die Heimvolkshochschule Loccum folgen zwanzig in der Ökumene engagierte Frauen aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und Indien.

Marga Bührig wurde 1983 von der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Vancouver in das achtköpfige Präsidium des ÖRK gewählt. Zum ersten Mal gehörten danach drei Frauen diesem höchsten Repräsentationsorgan des ÖRK an. Von 1988 bis 1990 war sie Moderatorin der Vorbereitungsgruppe für die Weltkonferenz des ÖRK zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und 1990 in Seoul eine der Ko-Präsidentinnen dieser Konferenz.

Als Mitarbeiterin des Evangelischen Studienzentrums Boldern (Schweiz) (seit 1959) und als deren Leiterin (1971-1981) sowie durch ihre Mitwirkung in der Ökumenischen Vereinigung der Akademien und Laienzentren in Europa (von 1976-82 als deren Präsidentin) hat sie zahlreiche ökumenische Prozesse in der Schweiz und Europa entscheidend mitgestaltet. Ihr Engagement galt darüber hinaus der Frauenbewegung und der Suche nach neuen Lebensformen von und für Frauen in der Kirche.

Ihr lebenslanges Eintreten für ökumenische Bildungsarbeit mit Laien hat den Vorstand der Evangelischen Heimvolkshochschule Loccum bewogen, seinem neuen Tagungshaus den Namen „Marga-Bührig-Haus“ zu geben. Während der internationalen Tagung wird Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann am
Donnerstag, 13. November 2003 um 11.30 Uhr im Rahmen einer Andacht die Namenstafel enthüllen.

Lebensdaten Marga Bührig:
Geboren am 17.10.1915 in Berlin, aufgewachsen in der Schweiz, Studium der Germanistik, 1939 Abschluss mit dem Mittelschullehrerdiplom und Promotion zum Dr. phil. Während des Krieges Lehrerin, Journalistin, Studium der evangelischen Theologie. 1948 Mitbegründerin des Evangelischen Frauenbundes in der Schweiz, 1959-71 Studienleiterin, 1971-81 Leiterin des Evangelischen Studienzentrums Boldern (Schweiz).
1976-81 Präsidentin der Ökumenischen Vereinigung der Akademien und Tagungszentren in Europa. 1983-91 eine der sieben Präsidentinnen des ÖRK, 1988-90 Moderatorin der Vorbereitungsgruppe für die Weltkonferenz „Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung“ in Seoul, gestorben am 13.2.2002.