Buch über den Altar in Gelliehausen des Malers Johannes Heisig erschienen. Dokumentation über das Entstehen

Pressemitteilung 31. Juli 2003

Die Förderung zeitgenössischer Kunst in ihren Gotteshäusern hat für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers einen besonderen Stellenwert. Dabei geht sie auch ungewöhnliche Wege, wie der neue Altar in der Kirche zu Gelliehausen (Kirchenkreis Göttingen) zeigt. Gemalt wurde er von dem 1953 in Leipzig geborenen und heute in Berlin lebenden Maler Prof. Johannes Heisig, Sohn des renommierten DDR-Künstlers Bernhard Heisig.

Den Weg, den die Kirchengemeinde Gelliehausen zusammen mit dem Künstler gegangen ist, zeichnet ein Buch nach, das jetzt erschienen ist. Es gibt Zeugnis von einer tiefen Auseinandersetzung zwischen dem Künstler Heisig mit dem traditionsreich gelebten Glauben einer dörflichen Ortsgemeinde. Das Gespräch, die Begegnung mit den Gemeindegliedern und das gegenseitige Wahrnehmen spiegelt der Altar in seinen drei Bildtafeln wider: Biblische Szenen werden in die Gegenwart übertragen und sind mit realen Personen aus dem Gemeindeleben dargestellt. "Ein traditionelles Thema fand in dem Gelliehäuser Altar eine überzeugende und über die Gemeinde hinausgehende gegenwartsbezogene neue Interpretation", so der Kunstreferent der Landeskirche, Dr. Hasso v. Poser.
Angeregt wurde die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Künstler von Horst Wetzel, Leiter des Amtes für Bau- und Kunstpflege in Hildesheim.

Johannes Heisig dokumentiert in einem reflektierenden, tagebuchartigen "Arbeitsjournal" seine Eindrücke vom Entstehen des Werkes, das durch Fotos umfangreich bebildert ist.
Der Fotograf Günter Bersch hat die Menschen in Gelliehausen und den Künstler begleitet. Dabei entstand ein eindrucksvoller Fotoessay.

Johannes Heisig: Das Gelliehäuser Altarbild, mit einem Fotoessay von Günter Bersch; herausgegeben im Auftrag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers von Hasso v. Poser, Texte von Renata und Hasso v. Poser, Ilona Rühmann und Horst Wetzel.
Karlsruhe (G. Braun Buchverlag) 2003. ISBN 3-7650-8295-3
Großformat, 100 Abbildungen, 96 Seiten, 19.80 Euro

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Dr. Hasso v. Poser, Kunstreferat der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Landeskirchenamt, Tel. 0511/1241-325, Fax 0511/1241-231, E-Mail: Kunstreferat@evlka.de


Pressestelle der Landeskirche
Hannover, den 31. 7. 2003