Evangelische Kirchen unterzeichnen die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Pressemitteilung 22. November 2018

Pressemitteilung der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, 22.11.2018

Charta für Sterbende

Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Dr. Christoph Meyns, wird am 29. November für die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ unterzeichnen. In dem Festakt um 16 Uhr in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover werden insgesamt 29 Institutionen und Organisationen, unter ihnen alle Wohlfahrtsverbände, Vertreter politischer Parteien, der Hausärzteverband, die Apothekerkammer, die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände, die Hochschule Hannover, die beiden großen Kirchen, der Landesverband der Muslime (Schura), der Landesverband der jüdischen Gemeinden sowie Einzelpersonen der Charta beitreten. Der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V. (LSHPN) verantwortet in Kooperation mit der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen diese konzertierte Unterschriftenaktion.

„Die evangelischen Kirchen unterstützen das Anliegen der europaweit vertretenen Charta, es schwerstkranken und sterbenden Menschen zu ermöglichen, in Würde zu sterben“, sagt die Bevollmächtigte der Konföderation, Oberlandeskirchenrätin Andrea Radtke. „Die palliativmedizinische Versorgung und die Hospizarbeit sind nach unserem Verständnis praktizierte christliche Nächstenliebe. Sterbenden nahe zu sein braucht Mut, den Mut der eigenen Endlichkeit ins Gesicht zu sehen, den Mut, die Bedürftigkeit menschlichen Lebens auszuhalten und den Mut, die eigene Hilflosigkeit anzuerkennen. Wir sind dankbar für alle, die dieses Netzwerk für schwerstkranke und sterbende Menschen weiter ausbauen, stärken und professionalisieren und für die, die in ihm tätig sind, beruflich und ehrenamtlich.“

Weitere Informationen:

Pressegespräch im Turmzimmer der Neustädter Hof- und Stadtkirche (Hannover, Rote Reihe 8) am 29.11. um 15.30 Uhr

Webseite zur Charta: www.charta-zur-betreuung-sterbender.de
Webseite der Konföderation: www.evangelische-konfoederation.de

Zur Entstehung der Charta: Die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ wurde auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbandes (DHPV) und der Bundesärztekammer (BÄK) im August 2010 in Berlin verabschiedet. Rund 200 Expertinnen und Experten beteiligten sich in Arbeitsgruppen und am Runden Tisch an diesem nationalen Projekt - eingebettet in die internationale Initiative „Budapest Commitments“. Sie haben fünf Leitsätze formuliert, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern.

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Pastor Dr. Johannes Neukirch
Pressesprecher der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen
Tel.: 0511 / 1241-799
E-Mail: Johannes.Neukirch@evlka.de
www.evangelische-konfoederation.de