Letzte Sitzung des Kirchenkreistags: Parlament des Kirchenkreises Syke-Hoya bildet sich ab 5. März neu

Nachricht 06. Dezember 2018

„Wir sind gut aufgestellt, aber die zentrale Aufgabe bleibt, unsere Strukturen anders zu gestalten“

Landkreis/Bassum. In welcher Situation befindet sich der Kirchenkreis Syke-Hoya? Was ist in den vergangenen sechs Jahren passiert? Wie steht der Kirchenkreis aktuell, personell und finanziell da? Wie ist er für die Zukunft aufgestellt? Wie geht es in den kommenden Jahren weiter – und mit wem? Antworten auf all diese Fragen gab es am Dienstagabend im Gemeindehaus Bassum beim Kirchenkreistag (KKT).

Der Saal ist voll, es ist die letzte Sitzung des amtierenden Parlaments im Kirchenkreis Syke-Hoya. Nach sechs Jahren endet die Amtszeit der Delegierten turnusgemäß. Einige werden sich nicht wieder zur Wahl stellen, einige werden neu dazukommen, viele möchten sich auch in der nächsten Legislatur wieder engagieren.

Der Kirchenkreistag entscheidet über die Finanzen, den Stellenplan und die grundsätzliche Ausrichtung des Kirchenkreises. Das Gremium setzt sich aus knapp 80 ehren- und hauptamtlichen Vertretern aus allen 28 Gemeinden des Kirchenkreises zusammen. Jedes Mitglied hat einen festen Stellvertreter. Hinzu kommen noch die Angehörigen der Synode aus der Region, vom Kirchenkreisvorstand berufene Mitglieder sowie der geistliche Leiter des Kirchenkreises – der Superintendent. Dass der auch im nächsten Kirchenkreistag Dr. Jörn-Michael Schröder heißen wird, gibt Parlaments-Vorsitzender Lothar Dreyer gleich zu Beginn der Sitzung bekannt.

Im September 2009 war Schröder mit 41 Jahren als bis dato jüngster Superintendent der Landeskirche in die Region gekommen. Das Kirchengesetz schreibt vor, dass der Amtsinhaber auf zehn Jahre gewählt wird; danach müssen der Kirchenkreistag, der Kirchenkreisvorstand und die Superintendentur-Gemeinde darüber entscheiden, ob sie ihn behalten oder ziehen lassen wollen.

Der Kirchenkreistag in Bassum bestätigt Dr. Jörn-Michael Schröder in seinem Amt. Es gibt keine Gegenstimmen – stattdessen Blumen, Geschenke und Lob von der Regionalbischöfin aus Osnabrück: „Du hast viel erreicht in dieser Zeit“, blickt Dr. Birgit Klostermeier auf die vergangenen Jahre zurück. „Schön, dass Du den Weg in diesem Kirchenkreis weitergehst.“

Schröder bedankt sich für das Vertrauen der Delegierten und für die Mitarbeit jedes einzelnen: „Sie haben diesen Kirchenkreis in den letzten Jahren weiterentwickelt. Vieles ist gewachsen, blüht wunderschön und lebendig.“

Die Tagesordnung hakt der amtierende KKT zügig ab. Das Parlament nimmt die Jahresrechnungen ab und beschließt den Haushalt für 2019/2020.

Als Mitglied der Landessynode berichtet Hildegard Holtorf aus Bassum von der Tagung der 25. Landessynode in Hannover. Und Dr. Birgit Klostermeier von ihrer Visitation. Im Sommer war die Regionalbischöfin zu Gast, um den Kirchenkreis Syke-Hoya zu visitieren. Zusammen mit einem zehnköpfigen Beratungs-Team aus der Region schaute sie in die Arbeitsfelder, führte Gespräche, besuchte Gremien, Gruppen, Kreise, Institutionen, Einrichtungen und Projekte, Betriebe und Veranstaltungen. „Ich habe hier in der Region wenig von einem Relevanzverlust der Kirche gespürt“, erklärt Klostermeier, „sondern viel Interesse an unseren Themen, große Stärken und fähige Haupt- und Ehrenamtliche.“

Mit einer Urkunde und einem „Barbara“-Zweig bedankt sich der KKT-Vorstand zum Schluss bei jedem einzelnen und verabschiedet die Mitglieder des Kirchenkreistags. In den kommenden Wochen werden die Kirchenvorstände aller Gemeinden ihre Vertreter für den nächsten KKT bestimmen. Das neue Parlament kommt dann zu seiner ersten Sitzung am 5. März 2019 in Barrien zusammen.

Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Osnabrück