Podiumsdiskussion am 30. Mai: Zivile Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung

Nachricht 17. Mai 2018

Hannover. „Nicht immer gleich Ultima Ratio, das letzte Mittel – 99 Schritte zum Frieden. Zivile Wege zum Frieden! Wie geht das?“ ist eine Podiumsdiskussion am Mittwoch, 30. Mai in Hannover überschrieben. Die Friedensarbeit der Hannoverschen Landeskirche und die Militärseelsorge in der Landeshauptstadt laden zunächst auf 18 Uhr zum Podiumsgespräch der ausgewiesenen Fachleute aus Politik, Militär und Friedensarbeit in das Haus kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, ein. Um 19.15 Uhr soll die Debatte zu einem Publikumsgespräch erweitert werden und ab 20 Uhr folgen freie Gespräche bei Getränken und Imbiss.

Zu dieser kontroversen Diskussion schreiben die Veranstalter: „Internationale Krisen werden fast  ausschließlich als Kriegsschauplätze zur Kenntnis genommen. Die ,Zivilen Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung in internationalen Krisen’ werden immer mal wieder benannt. Aber was ist damit eigentlich genau gemeint? Geht es polemisch darum, ,sich mit den Taliban auf die Yogamatte zu setzen’? - Gewiss nicht; aber was gibt es an professionellen Ansätzen? Was sind die Möglichkeiten der Diplomatie, der UN, OSCE, der Friedensfachkräfte, und vieles mehr? Ist eine zivil–militärische Zusammenarbeit möglich und sinnvoll? Wer entscheidet über welche Einsätze und welche Mittel werden zur Verfügung gestellt?“

Es diskutieren, moderiert vom früheren Auslandsbischof Martin Schindehütte:

  • Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Dr. Ute Finckh-Krämer war Mitglied im Unterausschuss für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln und stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung. Als ordentliches Mitglied arbeitete sie im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe mit.
  • Jochen Neumann, Geschäftsführer der „Kurve Wustrow“, einer Bildungs- und Begegnungsstelle für Gewaltfreie Aktion und Entsendeorganisation für den „Zivilen Friedensdienst“. 
  • Hauptmann Maik Kolbe, Zentrum für zivil–militärische Zusammenarbeit der Bundeswehr in Nienburg.
  • Hauke Steg-Böttcher, zivile Friedens-Fachkraft und „Do-no-harm“-Trainer, arbeitete drei Jahre in Nepal bei COCAP (Collective Campaign for Peace) und jetzt als Referent beim christlichen Friedensdienst „Eirene“.

Öffentlichkeitsarbeit im Haus kirchlicher Dienste