Neuer Diakonie-Vorstandssprecher Lenke ins Amt eingeführt

Nachricht 12. Februar 2018

Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat am Freitag den neuen Vorstandssprecher Hans-Joachim Lenke (59) in sein Amt an der Spitze der Diakonie in Niedersachsen eingeführt. Die Erwartungen an Lenke seien hoch, sagte Meister im Einführungsgottesdienst in der Marktkirche in Hannover. Das Diakonische Werk sei in der Sozialpolitik der stärkste zivilgesellschaftliche Partner in Niedersachsen. "Die Stimme der Diakonie wird gehört."

Meister ergänzte: "Vom Vorsitzenden erwarten wir nicht nur eine profunde Analyse der Lage, nicht nur ein Gespür für die Nöte und Sorgen der Menschen und ein klares Wort." Nötig sei auch ein Teamplayer, der mit den anderen Vorstandsmitgliedern, den Menschen in der Diakonie und weiteren Partnern in einer Gemeinschaft lebe, in der einer auf den anderen achte.

Lenke rief in seiner Predigt dazu auf, sich an der biblischen Botschaft und Gottes Wort zu orientieren. Das bedeute, Menschen in Not zu helfen, Einspruch zu erheben, wenn sich die Mächtigen abkoppelten und Schwache unter unwürdigen Bedingungen leben müssten. Der christliche Glaube könne nicht ohne Konsequenzen sein.

In seinem neuen Amt ist Lenke zugleich Oberlandeskirchenrat für Diakonie im hannoverschen Landeskirchenamt. Er hat zu Jahresbeginn die Nachfolge von Christoph Künkel angetreten, der aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand getreten war.

Vor seinem Wechsel war Lenke seit 2011 Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniewerks im württembergischen Schwäbisch Hall und Geschäftsführer des dortigen Diakonie-Klinikums. Zuvor leitete er als Superintendent neun Jahre lang den Kirchenkreis Wolfsburg der hannoverschen Landeskirche. Seinen Dienst als Pastor begann Lenke 1991 in Sottrum bei Rotenburg/Wümme und später in Einbeck.

Das Diakonische Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen ist der größte Wohlfahrtsverband im Bundesland. Es beschäftigt rund 70.000 Menschen, mindestens genauso viele engagieren sich ehrenamtlich. In mehr als 3.000 Einrichtungen und Diensten leisten sie ihre Arbeit in allen Feldern der sozialen Arbeit, für Kinder und Jugendliche, für Menschen mit Behinderungen, in der Altenpflege, in Krankenhäusern und Beratungsstellen. Das Werk wird von vier der fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen getragen: Braunschweig, Hannover und Schaumburg-Lippe sowie die evangelisch-reformierte Kirche.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen