Pistorius lobt Helfer im Lager Friedland

Nachricht 07. Dezember 2017
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In der Kleiderausgabe erhalten Geflüchtete und Aussiedler Jacken, Schuhe, Hosen und T-Shirts (Archivbild). Bild: Jens Schulze/epd-Bild

Friedland/Kr. Göttingen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat die Arbeit der Hilfsorganisationen und Ehrenamtlichen im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen gewürdigt. Sie gäben Geflüchteten und Aussiedlern das benötigte "Rüstzeug" für den Start in Deutschland, sagte Pistorius am Dienstag bei der traditionellen Weihnachtsfeier in dem Lager bei Göttingen. Alle Helferinnen und Helfer leisteten eine "unverzichtbare Arbeit für das Gelingen von Integration".

Die Aufnahme von Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen, die zum Teil auch extreme Gewalt erlebt hätten, sei nicht alleine eine staatliche Aufgabe, fügte Pistorius hinzu: "Es ist auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe." Das Lager Friedland sei auch wegen des außerordentlichen Engagements der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen für inzwischen mehr als vier Millionen Menschen das "Tor nach Deutschland, das Tor zur Freiheit und zur Sicherheit" geworden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg hatte die britische Armee das Grenzdurchgangslager Friedland an der Nahtstelle von drei Besatzungszonen errichtet. Es diente zunächst als Anlaufstelle für Heimat- und Obdachlose sowie für heimkehrende Kriegsgefangene. Später kamen unter anderem Flüchtlinge aus Ungarn und Chile sowie "Boat People" aus Vietnam hinzu. Bis heute haben mehr als 4,5 Millionen Menschen das Lager durchlaufen.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen