Seemannsmissionen starten weihnachtliche Geschenke-Aktion

Nachricht 06. Dezember 2017

Cuxhaven/Bremen. Die evangelischen Seemannsmissionen in Cuxhaven und in anderen Hafenstädten an Nord- und Ostsee beschenken in diesen Tagen Seeleute aus aller Welt. "Nicht nur, um ihnen eine kleine Freude zu machen, sondern auch, um ein Zeichen zu setzen: Wir an Land wissen um euch", sagte am Montag der Cuxhavener Seemannsdiakon Martin Struwe. Im vergangenen Jahr wurden auf Initiative der 32 Stationen der Deutschen Seemannsmission im In- und Ausland rund 60.000 Weihnachtstüten verteilt.

"Ohne die Arbeit von Seeleuten wären die Gabentische an Heiligabend so gut wie leer", sagte Struwe. "Fast alles kommt über den Seeweg zu uns - Elektronikartikel, Kleidung, Spielzeug oder Zutaten wie Gewürze für das Festessen." Da sei es doch mehr als angemessen, gerade in diesen Tagen Seeleute im Blick zu haben, bat der Diakon um Spenden für die Aktion.

Alleine in Cuxhaven sollen bis zu 900 Weihnachtstüten an Bord gebracht werden. Verschenkt werden meist praktische Dinge wie Taschenlampen, Kalender und Telefonkarten im Wert von jeweils fünf Euro, mit denen ein Weihnachtstelefonat mit der Familie in der Heimat möglich ist. Andernorts sind auch warme Mützen, selbst gestrickte Schals und Süßes aus der Weihnachtsbäckerei dabei.

Auch die Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission in Bremen, Heike Proske, wirbt für die Geschenke-Aktion. Es sei gut, gerade zu Weihnachten an die Seeleute zu denken, die zum Fest nicht bei ihren Familien sein könnten. "Sie sind sieben Tage die Woche durch Wind und Wetter und durch Zeitzonen und Krisengebiete unterwegs, damit wir Geschenke kaufen können."

Mehr als 700 Haupt- und Ehrenamtliche leisten im Auftrag der Deutschen Seemannsmission auf Schiffen, in Seemannsclubs und in Seemannsheimen auf mehreren Kontinenten Seelsorge und Sozialarbeit an Seeleuten aus aller Welt. Sie arbeiten eng mit anderen christlichen Seemannsmissionen und Organisationen wie der Internationalen Transportarbeiter-Gewerkschaft ITF zusammen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, die oft von Stress und kurzen Liegezeiten bestimmten Lebens- und Arbeitsverhältnisse an Bord zu verbessern.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen