Kinderbischöfe aus Nikolausberg legen Rechenschaft ab

Nachricht 06. Dezember 2017
Heiliger Nikolaus
Holzfigur aus Lindenholz: Heiliger Nikolaus von Myra (Symbolbild). Bild: epd-bild/Martin Siepmann

Göttingen. Die drei Kinderbischöfe in der evangelischen St.-Nikolaus-Gemeinde im Göttinger Ortsteil Nikolausberg haben "Rechenschaft" über ihre einjährige Tätigkeit abgelegt. "Wir haben sehr viel umsetzen können", schreiben Josefina, Mailin und Noah im aktuellen Gemeindebrief. Dazu habe auch eine "Tempo 30-Aktion" gehört: Autofahrer seien in der Umgebung der Nikolausberger Grundschule mit Tempo-Messgeräten darauf hingewiesen worden, dass Kinder die Straße überquerten.

Außerdem haben die Kinderbischöfe nach ihren eigenen Angaben erreicht, dass an den Toren auf dem Schulplatz Netze angebracht wurden. Damit Kinder den Gottesdienst besser verstehen können, sei ein Heftchen mit Erläuterungen erstellt worden. Eine "Schatzsuche" in der Kirche habe das Jahr beschlossen. Josefina, Mailin und Noah wollen ihren Bericht auch am zweiten Adventssonntag im Gottesdienst vorstellen. An diesem Tag endet ihre "Amtszeit".

Die 1999 erstmals ernannten kleinen "Bischöfe" in Nikolausberg sollen die Interessen der Mädchen und Jungen auch gegenüber dem Ortsrat und dem Kirchenvorstand vertreten. Mit der Ernennung von Kinderbischöfen wollte die Kirchengemeinde eine alte Tradition neu beleben. Im Mittelalter seien am Vorabend des Nikolaustages in vielen Orten Europas Kinderbischöfe eingesetzt worden, die auf die Sorgen und Probleme von Kindern aufmerksam machten.

Die Kinderbischöfe sind zum Zeitpunkt der ihrer Ernennung zwischen neun und elf Jahre alt. Auch an anderen Orten Deutschlands gibt es inzwischen wieder Kinderbischöfe.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen