Tangomusik und Tanz im Gottesdienst

Nachricht 17. Juli 2017

Zellerfeld. Eine Berührung zwischen Tango und Kirche – dieses kulturelle Highlight boten die Kirchenorte des verbundenen Pfarramts Oberharz in Kooperation mit der Pfarrstelle für Tourismus, Kultur und Öffentlichkeitsarbeit am Freitag in der St. Salvatoris-Kirche in Zellerfeld. Als „Tanzlehrer“ dieser Tango-Schnupperstunde konnte zum wiederholten Mal der Diakon und Krankenhausseelsorger Manfred Büsing aus Hannover gewonnen werden. „Tango ist immer Überraschung“, stellte der Referent fest, der vor 15 Jahren zufällig zum Tango fand, als er in einem Restaurant saß, genüsslich ein Steak essen wollte, plötzlich Tische und Stühle verrückt wurden und Tangomusik einsetzte. „Die Paare tanzten inniglich und ich dachte mir: So möchte ich auch von Gott gehalten werden. Mein Steak wurde kalt, aber ich ärgerte mich nicht mehr. Ich tanzte Tango.“ Im Schnupperkurs sollte es heute nicht um Tango Argentino gehen – traditionelle, fließende Tangomusik ertönte. „1, 2, 3 – 4 und 1, 2, 3 – und 4“, gab Büsing den Takt vor. Los ging es mit den ersten Schritten durch das Seitenschiff der Kirche, um den Takt zu finden und locker zu werden. „Tango versteht man erst, wenn man aufhört zu verstehen. Tango ist mehr ein Gefühl“, erklärte Büsing. Schließlich wurde es richtig spannend, als Büsing erst zum „Großgruppentango“ im Kreis und dann auch paarweise einlud. Nach dem Workshop war Gelegenheit sich an einem an einem leckeren Buffet zu stärken und an den Tischen im Seitenschiff ins Gespräch zu kommen.

Am Abend begann der Gottesdienst, dessen roter Faden die Liebe war: Die Liebe zu sich selbst, die Liebe, die mit einem anderen Menschen verbindet und die Liebe Gottes zu den Menschen. Manfred Büsing und seine Tanzpartnerin Sandra Deike berührten mit ihren intensiven Tänzen zu Klängen des Bajan, die das große Thema von Nähe und Distanz auf beeindruckende Weise tänzerisch interpretierten. Zum Ende des Gottesdienstes durften sich alle Mitfeiernden erheben und unter dem Segen Gottes tanzen. Die Musik von Tatjana Bulava (Hannover) und Propsteikantor Andreas Pasemann (Seesen) haben das ihre zur ganz besonderen, fast schon intimen Stimmung des Gottesdienstes beigetragen. „Ein berührender Nachmittag und Abend – Gebete mit Worten und mit Gesten“, so empfanden es die Teilnehmer. Pastorin Dr. Sybille Fritsch-Oppermann denkt bereits über einen weiteren Tango-Tag in St. Salvatoris nach. Also: Fortsetzung folgt…

Im September gehen die regionalen Highlights im Oberharz mit einer Veranstaltung unter dem Titel „Wie klingt Gott“ weiter. Und zwar am Samstag, 16. September, von 17 bis 21 Uhr in der Kapelle in Buntenbock.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Harzer Land