Mehr als 2.000 Gäste bei hannoverscher Essenstafel

Nachricht 19. Juni 2017
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Logo des Tags der offenen Gesellschaft am 17. Juni

Hannover. Insgesamt mehr als 2.000 Menschen haben Veranstaltern zufolge am Sonnabend in Hannovers Innenstadt an einer großen Essenstafel Platz genommen. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Initiative, die mit 400 Tafeln an zentralen Orten für die Bewahrung demokratischer Grundwerte und eine freie Gesellschaft werben will. In Hannover seien die Gäste beim ersten "Tag der offenen Gesellschaft" durchschnittlich jeweils eine Stunde geblieben, sagte Insa Becker-Wook vom Initiativkreis "Offene Gesellschaft" dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Tafel auf dem hannoverschen Opernplatz gilt den Angaben zufolge als größte der bundesweiten Aktion. An 165 Tischen wurden Sitzlätze für 1.500 Personen aufgebaut. Die Tischdecke erstreckte sich über 374 Meter. Während die Feuerwehr 670 Liter vegetarischer Erbensuppe und Getränke verteilte, hätten einige Gäste die Tische auch mit mitgebrachten Speisen bestückt, sagte Becker-Wook. "Es ist beeindruckend zu sehen, wie Hannover die Idee aufgenommen hat."

Weitere Tafeln wurden unter anderem in Hildesheim, Göttingen, Bremen, Peine, Goslar und Oldenburg aufgebaut. Der "Tag der offenen Gesellschaft" wurde von der Diakonie Deutschland und der bürgerschaftlichen "Initiative Offene Gesellschaft" ins Leben gerufen.

Den 17. Juni, Jahrestag des Volksaufstands 1953 in der DDR, wählten die Initiatoren dabei nicht zufällig. Er stehe für Zivilcourage und den Einsatz für Freiheit, Demokratie und Einheit, heißt es in dem Aufruf. Die Bürgergesellschaft müsse diese Werte verteidigen und dürfe das Feld nicht den Rechtspopulisten und autoritären Strömungen überlassen.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen