Tag der Posaunenchöre wird in Niedersachsen zum ersten Mal ökumenisch gefeiert

Nachricht 17. März 2017

Ökumenischer Gottesdienst mit Tauferinnerung am Sonnabend, 18. März um 18:00 Uhr in der Michaeliskirche Hildesheim

Hildesheim. Was wären die Gottesdienste zu Weihnachten oder Ostern ohne den festlichen Klang der Posaunen und Trompeten. Egal ob zu den christlichen Hochfesten oder zum normalen Gottesdienst, immer ist es etwas Besonderes, wenn neben der Orgel die strahlenden Töne der Blechbläser zu hören sind. Ohne die vielen Ehrenamtlichen, die sich in den Posaunenchören der Kirchengemeinden engagieren, würde ein wichtiges und klangvolles Element in der Kirche fehlen. „Musik wird störend oft empfunden, dieweil sie mit Geräusch verbunden“ schreibt Wilhelm Busch. Um aus den Geräuschen, die ein kraftvolles Hineinpusten in eine Metallröhre erzeugt, aber einen Wohlklang aus Musik zu formen, braucht es viel Übung, häufige Proben und die Geduld, ein Instrument richtig zu erlernen. Die Posaunenchorleiterinnen und Instrumentenlehrer müssen ihrerseits die Motivation aufbringen, Kindern, Jugendlichen und immer öfter auch Erwachsenen die Geheimnisse von Noten, Tonarten, Ansatz- und Atemtechnik zu erklären. Alle dieses liegt in den Kirchen zu größten Teilen auf den Schultern von Ehrenamtlichen.

Um sich bei diesen zu bedanken und um die Bedeutung der Posaunenchöre ins Bewusstsein der Kirchenmitglieder zu rufen, gibt es den „Tag der Posaunenchöre“ in der hannoverschen Landeskirche. Zum ersten Mal wird er in diesem Jahr als ökumenischer Bläsergottesdienst mit Tauferinnerung gefeiert werden. Am Sonnabend, 18. März um 18 Uhr geben in der Michaeliskirche Hildesheim Bläserinnen und Bläser den Auftakt für eine Reihe von Posaunengottesdiensten überall in Kirchengemeinden in Niedersachsen.

 

Unter der liturgischen Leitung des katholischen Stadtdechanten Wolfang Voges und der evangelischen Landesposaunenpastorin Marianne Gorka steht der Gottesdienst ganz im Zeichen des gemeinsamen Musizierens. Posaunenchor und Bläserkreis St. Michael werden zu hören sein. Beide treten unter der ökumenischen Leitung von Kirchenmusikdirektor Helmut Langenbruch aus Sankt Michael und Dommusikdirektor Thomas Viezens aus dem Mariendom auf. Die Tauferinnerungsfeier im Gottesdient steht dabei sinnbildlich für das, was Christinnen und Christen über die Konfessionsgrenze hinweg miteinander verbindet.

„Die Taufe ist auch der Ort, an dem wir alle in das Sterben Jesu und in seine Auferstehung ,hineingenommen‘ werden. Daher passt Tauferinnerung gut zum Sonntag Lätare, dem ,kleinen Osterfest‘ mitten in der Passionszeit“, so Marianne Gorka. „Auch wir wollen darum unseren ,Bläsersonntag‘ in dem Bewusstsein begehen, dass wir nicht für uns allein feiern. Wir feiern, was uns Christen eint und trägt: Das eine Wort Gottes und die eine Taufe“, so die Landesposaunenpastorin. Der gemeinsame Gottesdienst zeige, dass das gute Miteinander der Konfessionen in Hildesheim auch für die Kirchenmusik gelte, so Wolfgang Voges. Der katholische Geistliche unterstreicht die Signalwirkung des gemeinsamen Musizierens im Gottesdienst: „es wäre schön, wenn weitere Impulse von unserem Gottesdienst ausgehen, auch in der Kirchenmusik in evangelischen und katholischen Gemeinden vor Ort zusammenzuarbeiten. Es gibt sogar schon einige ökumenische Posaunenchöre“.

Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen