"Germania Sacra" erforscht seit 100 Jahren Geschichte der Klöster

Nachricht 17. Februar 2017

Göttingen. Seit 100 Jahren erforschen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen für das Monumentalwerk "Germania Sacra" die Geschichte der Klöster in Deutschland. Die Göttinger Akademie der Wissenschaften richtet aus Anlass dieses Jubiläums am 24. Februar eine internationale Tagung aus. Experten wollen mit Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) über Perspektiven der geisteswissenschaftlichen Forschung und über zukunftsweisende Forschungsformate diskutieren.

Die "Germania Sacra" ist ein nach eigenen Angaben einzigartiges europäisches Forschungsprojekt, das sich mit der Geschichte der Bistümer, Stifte und Klöster im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation beschäftigt. Das Monumentalwerk gilt als wichtige Grundlage für die historische Erforschung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.

Der Historiker Paul Fridolin Kehr (1860-1944) schob das Vorhaben im Jahr 1917 am Kaiser-Wilhelm-Institut für deutsche Geschichte in Berlin an. Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte die "Germania Sacra" zweimal die Trägerschaft: 1956 wurde das Projekt an das neu gegründete Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen übertragen. Seit 2008 betreut die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen die "Germania Sacra". Bislang sind rund 60 Handbücher zur Vergangenheit der Bistümer, Klöster und Stifte erschienen.

epd Landesdienst Bremen-Niedersachsen

Termin-Hinweis

Podiumsdiskussion: "Wozu geisteswissenschaftliche Forschung? - Perspektiven für die Zukunft"

am 24. Februar um 19 Uhr im Tagungs- und Veranstaltungshaus "Alte Mensa", Wilhelmsplatz 3, 37073 Göttingen.