Landesbischof Meister tauscht Talar mit Narrenkappe

Nachricht 16. Februar 2017
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Bild: doehren-alaaf.de

Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister wechselt von der Kanzel in die Bütt: Als neuer Ritter des Ordens "humoris causa" der Funkenartillerie Blau-Weiß Hannover-Döhren tauscht der Theologe am 25. Februar seinen Talar mit einer Narrenkappe und hält seine erste Büttenrede. Der Verein mit rund 300 Mitgliedern ist nach eigenen Angaben eine der größten Karnevalsgesellschaften in Norddeutschland. Höhepunkt jeder Saison ist die Hauptveranstaltung "Döhren Alaaf" am Karnevalssonnabend mit der Verleihung des Ordens "humoris causa" für jeweils ein Jahr und rund 500 Gästen.

Meisters Vorgänger in dem ritterlichen Amt ist der Vorsitzende des Freundeskreises Hannover, Roger Cericius. Er habe den evangelischen Theologen auch als seinen Nachfolger vorgeschlagen, weil es zu wenig Protestanten unter der Ritterschaft gebe, sagte Cericius am Dienstag dem epd. Zu den ehemaligen Ritterinnen und -Rittern des Ordens gehören unter anderen die einstige niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (CDU), der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und der Präsident des Sozialverbandes Deutschland, Adolf Bauer.

Die Geschichte des Döhrener Karnevals hat der Vereinschronik zufolge Ende des 19. Jahrhunderts begonnen, als in dem damaligen Dorf vor Hannover eine Wollwäsche- und Kämmerei gegründet wurde. Die Arbeitskräfte für die Fabrik kamen größtenteils aus dem katholischen Obereichsfeld und brachten ihre Feste und Bräuche mit in die neue Heimat.

epd Landesdienst Bremen-Niedersachsen