Neubau ersetzt abgebrannte Kirche in Garbsen

Nachricht 05. April 2016

Hannover/Garbsen (epd). Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem verheerenden Brand in der St. Willehadikirche in Garbsen bei Hannover feiert die dortige Gemeinde das Richtfest für den Neubau. Am Freitag wollen Pastorin Renate Muckelberg, der Architekt und einige Gäste zusammenkommen, um eine Andacht zu hören und mit Grußworten die traditionelle Zeremonie zu begehen, wie der evangelische Stadtkirchenverband Hannover am Dienstag mitteilte. Sie feiern die Errichtung des Rohbaus und des Dachstuhls.

Der Grundstein für den Neubau war im vergangenen September gelegt worden. Die Einweihung ist für den kommenden Advent geplant. Das Weihnachtsfest will die Gemeinde wieder in ihrer Kirche feiern. Das neue Gebäude soll mit 250 Plätzen nur wenig kleiner ausfallen als das abgebrannte.

Die alte Kirche, ein roter Klinkerbau aus dem Jahr 1969, war in der Nacht zum 30. Juli 2013 durch Brandstiftung komplett zerstört worden. Die Täter sind bisher noch nicht ermittelt. Von der Brandversicherung erhält die Gemeinde insgesamt rund 2,7 Millionen Euro, damit will sie auch die Innenausstattung und die Orgel ersetzen.

Die frühere Kirche war bis auf zwei Stücke der Außenmauer abgebrannt. Diese Stücke sollen als Mahnmal in den Neubau integriert werden. Auch eine Christus-Skulptur aus der alten Kirche soll dort ihren Platz finden. Sie war bei dem Brand unzerstört geblieben. Die zerstörte Kirche war der traurige Höhepunkt einer Reihe von Brandstiftungen in Garbsen, die inzwischen weitgehend beendet ist.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen