Landessuperintendent i.R. Tielko Tilemann verstorben

Nachricht 01. Dezember 2014

Der frühere Landessuperintendent für den Sprengel Lüneburg der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Tielko Tilemann, ist am Donnerstag, 27. November, in Lüneburg verstorben. Der gebürtige Oldenburger wurde 91 Jahre alt.

Tilemann, der 1942 zur Kriegsmarine kam und 1946 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, studierte anschließend an den Universitäten Kiel, Tübingen und Göttingen evangelische Theologie. Nach dem Ersten Theologischen Examen absolvierte er das Vikariat in einem Lehrlingsheim der Inneren Mission und in der Kirchengemeinde Celle-Neuenhäusen. Der Zeit am Predigerseminar Loccum und dem Zweiten Theologischen Examen folgte ein fünf Jahre währender pfarramtlicher Dienst in der damaligen DDR. Ab 1958 beteiligte sich der Theologe am Aufbau des Pfarrvikarsseminars in Hermannsburg/Celle und wirkte dort auch als Dozent für Glaubenslehre.1964 wurde Tilemann Landesbeauftragter für das Männerwerk der Landeskirche, förderte in der Funktion besonders die Zusammenarbeit mit Lehrern, Handwerkern und Landwirten. 1970 wurde Tielko Tilemann Superintendent des Kirchenkreises Emsland-Bentheim und war dort entscheidend an der Errichtung der Jugendbildungsstätte Emlichheim und der ökumenischen Tagungs- und Bildungsstätte Kloster Frenswegen beteiligt.1979 wurde der Geistliche zum Landessuperintendenten in Lüneburg berufen und übte dieses Amt bis zu seiner Emeritierung 1988 aus. Er war unter anderem Vorsitzender des Öffentlichkeitsausschusses der 18. Landessynode, Mitglied des Landessynodalausschusses der 19. Landessynode und Mitglied der Synode der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

Tielko Tilemann war verwitwet und hinterlässt drei Töchter.„Mit der Zuversicht des Glaubens vertrauen wir Tielko Tilemann der Liebe Gottes an und schließen alle, die um ihn trauern, in unser Gebet ein“, sagt Landessuperintendent Dieter Rathing.

Die Trauerfeier findet am Montag, 8. Dezember, 14 Uhr auf dem Lüneburger Zentralfriedhof statt.