Hannoversche Bibelgesellschaft feiert 200-jähriges Bestehen

Nachricht 18. Juli 2014

Hannover (epd). Die Hannoversche Bibelgesellschaft feiert am Sonntag (20. Juli) ihr 200-jähriges Bestehen. Sie wurde am 25. Juli 1814 für das damalige Königreich Hannover gegründet, wie ihr theologischer Leiter Jürgen Schönwitz am Freitag dem epd mitteilte. Im Laufe ihrer Geschichte habe sie rund eine Million Bibeln, Bibelteile oder Neue Testamente verteilt. Heute legt die Bibelgesellschaft zudem großen Wert auf Bildungsarbeit.

Innerhalb der Deutschen Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart ist die hannoversche Gesellschaft die größte. Ihr Gebiet erstreckt sich über 28 evangelische Kirchenkreise mit rund 1,6 Millionen Gemeindegliedern rund um Hannover, Lüneburg und Hildesheim. In Niedersachsen gibt es weitere Bibelgesellschaften mit Sitz in Göttingen, Stade, Osnabrück, Aurich, Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe.

Den Anstoß für die Gründung vor 200 Jahren gab der schottische protestantische Pfarrer Robert Pinkerton. Die Gründung verstand sich nach Angaben der Gesellschaft als geistige Neuorientierung nach der Befreiung von der Herrschaft Napoleons - dies erkläre die Bindung an Großbritannien. Zwischen den Königen von Großbritannien und Hannover bestand damals eine Personalunion, die vor 300 Jahren begann und zurzeit groß gefeiert wird.

Von Anfang an war die Bibelgesellschaft ökumenisch ausgerichtet, hieß es. Neben Lutheranern beteiligten sich auch Reformierte und Katholiken.
Im Festgottesdienst zum Jubiläum um 16 Uhr in der Kreuzkirche in Hannover predigt die Vorsitzende der Bibelgesellschaft, Professorin Ursula Rudnick. Anschließend ist ein Festakt im Hanns-Lilje-Haus geplant.
Den Festvortrag hält Professor Klaus Grünwaldt zum Thema "Bildung und Bibel".

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