Juristin Springer als neue Chefin des Landeskirchenamtes eingeführt

Nachricht 29. August 2013
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Dr. Stephanie Springer, Präsidentin des Landeskirchenamtes. Foto: Jens Schulze.

Hannover (epd). Die Juristin Stephanie Springer (45) ist neue Präsidentin des evangelisch-lutherischen Landeskirchenamtes in Hannover. Landesbischof Ralf Meister führte sie am Freitag in der Marktkirche in Hannover in ihr neues Amt ein. Springer ist damit künftig Verwaltungschefin der größten deutschen evangelischen Landeskirche mit rund 2,8 Millionen Mitgliedern in 1.270 Gemeinden zwischen Göttingen und der Nordsee. Sie übernimmt die Nachfolge von Burkhard Guntau (65), der Ende Mai in den Ruhestand ging. Er wurde in dem Gottesdienst verabschiedet.

Bischof Meister bezeichnete Springer in seiner Predigt als "erfahrene Juristin mit herausragenden beruflichen Stationen". Zugleich sei sie durch ihr Ehrenamt als Kirchenvorsteherin und langjährige Chorsängerin eng mit dem kirchlichen Leben verbunden. Zu ihren Aufgaben als leitende Juristin der Landeskirche werde die Suche nach Gemeinsamkeiten unter den fünf evangelischen Landeskirchen in Niedersachsen gehören, die ihre Zusammenarbeit verstärken wollen.

Die promovierte Juristin und ausgebildete Richtern Springer war bisher am Oberlandesgericht Celle tätig und leitete dort die Präsidialabteilung II für Personalfragen. Als Richterin urteilte sie in Fällen des Arzthaftungsrechts. Zeitweise war sie auch Pressesprecherin des Gerichts. Bereits während ihres Studiums spezialisierte sie sich auf Europarecht. Von 2002 war bis 2006 in der niedersächsischen Landesvertretung bei der EU in Brüssel tätig. Seit 2005 ist Springer auch Mitglied der Europakommission des Deutschen Juristinnenbundes.

Ihr Vorgänger Burkhard Guntau stand seit 2008 an der Verwaltungsspitze. Ende Mai ging er in den Ruhestand. Der Jurist war zuvor Vizepräsident im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover und Vizepräsident des Oberverwaltungs- und des Landesverfassungsgerichts in Sachsen-Anhalt.

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