Stadtsuperintendent würdigt Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Nachricht 09. März 2013

Abraham-Plakette an hannoversche Schulen vergeben

Hannover (epd). Der hannoversche Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann hat die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit als ein "Zukunftsgedächtnis" gewürdigt. Sie sei ein Vermächtnis, das aus der dunkelsten Zeit der Geschichte Deutschlands, der Schoah in der Nazi-Barbarei, herrühre, sagte der evangelische Theologe am Sonntag in Hannover. "Zuweilen scheint es, als ob man die Tiefe dieses Vermächtnisses kaum noch begreifen könne. Alltagsgeschwätz und politische Trivialität schieben sich davor." Heinemann sprach bei einer Feierstunde zur "Woche der Brüderlichkeit".

Bei der Veranstaltung verlieh die hannoversche Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zum zweiten Mal nach 2012 die Abraham-Plakette. Mit ihr werden Schulen ausgezeichnet, die sich besonders "gegen das Vergessen" eingesetzt haben. In diesem Jahr wurden Projekte gewürdigt, die die Schriftstellerin Corinna Luedtke mit Schülerinnen und Schülern der Albert-Einstein-Schule Laatzen und der IGS Kronsberg Hannover angestoßen hat.

Die Woche der Brüderlichkeit ist eine seit 1952 jährlich im März stattfindende Veranstaltung für die christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland. Sie wird vom Deutschen Koordinierungsrat der mittlerweile mehr als 80 deutschen Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgerichtet. Sie hat den jüdisch-christlichen Dialog, die Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden sowie die Aufarbeitung des Holocaust zum Ziel. Die Gesellschaften wenden sich gegen alle Formen von Judenfeindschaft, religiösen Antijudaismus, Antisemitismus, Antizionismus, Rechtsextremismus sowie Diskriminierung aus religiösen, weltanschaulichen, politischen, sozialen und ethnischen Gründen.

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