Nachruf auf Landeskirchenmusikdirektor i.R. Götz Wiese

Nachricht 28. März 2012

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers nimmt Abschied von ihrem ehemalige Landeskirchenmusikdirektor Götz Wiese, der am 25. März im Alter von 84 Jahren verstorben ist.

Als erster Landeskirchenmusikdirektor (LKMD) der hannoverschen Landeskirche hatte Wiese das Amt von 1971 bis 1991 inne. Vitalität und großes Engagement prägten seine Arbeit zur Förderung der Kirchenmusik. Neben seiner hohen künstlerischen Begabung hatte Wiese große administrative Fähigkeiten, die er insbesondere in der Organisation und Qualifikation des Berufsstandes der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in der Landeskirche eintrug. „Mit dem Landeskirchenmusikdirektor Götz Wiese hat die Kirchenmusik den Stellenwert gewonnen, der ihr gebührt“, würdigt Arend de Vries, leitender Theologe im Landeskirchenamt, das Wirken des Verstorbenen. „ Er hat für die Kirchenmusik und die Kirchenmusikerinnen und -musiker unserer Landeskirche Außerordentliches geleistet“, betont Oberlandeskirchenrat Dr. Klaus Grünwaldt vom Arbeitsbereich Gottesdienst und Kirchenmusik im Landeskirchenamt.

Götz Wiese gestaltete die hannoversche Landeskirche in vielen Bereichen mit, so in der Arbeitsstelle für Gottesdienst und Kirchenmusik, im Konvent der Kirchenmusikdirektoren, im Bereich der Aus- und Fortbildung, in Sing- und Musizierwochen und in der Landessynode. Wiese war intensiv im Niedersächsischen Kirchenchorverband engagiert und hat an der Erarbeitung des Evangelischen Gesangbuches maßgeblich mitgearbeitet.

Der gebürtige Celler studierte in der unmittelbaren Nachkriegszeit Kirchenmusik in Köln und Hannover. Er war Kantor in Hermannsburg, Loccum und Northeim und neben seinem LKMD-Amt Leiter der Celler Stadtkantorei. Hier wurde er 1993 mit dem Kulturpreis der Stadt Celle ausgezeichnet. Wiese war auch als Komponist tätig. „Er hat seine künstlerische Begabung in den Dienst der Kirche gestellt und uns viele wunderbare Kompositionen und Melodien hinterlassen“, so de Vries. Einige seiner Melodien und Sätze sind in das Evangelische Gesangbuch aufgenommen worden. Auch nach Eintritt in den Ruhestand blieb Wiese im Kirchenkreis Celle als Chorleiter und Organist aktiv. In das Amt des Landeskirchenmusikdirektors folgte 1991 Hans-Joachim Rolf. „Ich habe Götz Wiese als kritischen und konstruktiven Gesprächspartner sehr geschätzt. Das war mir als damals jungem Nachfolger hilfreich“, erinnert sich Rolf.

Die Trauerfeier für Götz Wiese findet am Montag, dem 2. April 2012 um 15.00 Uhr in der Kapelle des Stadtfriedhofes Celle, Lüneburger Heerstraße, statt.

Hannover, 29. März 2012
 
Pressestelle der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Stefanie Arnheim, Stellvertretende Pressesprecherin
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