Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann wird 60 Jahre alt / Aufruf zum Gespräch mit Religionen

Nachricht 03. Januar 2011

Hannover (epd). Die hannoversche evangelische Regionalbischöfin Ingrid Spieckermann wird an diesem Mittwoch (5. Januar) 60 Jahre alt. Sie steht seit elf Jahren als Landessuperintendentin an der Spitze des Kirchensprengels Hannover mit rund 620.000 Gemeindemitgliedern. Zu einem Empfang in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover werden am Mittwoch rund 270 Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft erwartet.

Spieckermann wurde in Nordhorn nahe der niederländischen Grenze geboren und studierte ab 1969 Theologie, Philosophie und Germanistik. 1982 promovierte sie in Systematischer Theologie in Göttingen. Nach drei Jahren als Gemeindepastorin wechselte sie 1989 ins Landeskirchenamt in Hannover und wurde dort 1992 Oberlandeskirchenrätin für Publizistik, Öffentlichkeitsarbeit und überregionale Dienste. Die Theologin ist verheiratet mit dem Göttinger Professor für Altes Testament, Hermann Spieckermann.

Seit dem 1. Januar 2000 leitet sie den Sprengel Hannover, zu dem seit 2007 neben der Region Hannover auch Teile der Landkreise Nienburg und Schaumburg gehören. Als herausragende Ereignisse ihrer Amtszeit sieht sie den Deutschen Evangelischen Kirchentag 2005 in Hannover und das Gartenjahr 2009 in der Region, bei dem die hannoversche Christuskirche mit üppigen Pflanzen und Bäumen für mehrere Monate zur "Garten-Eden-Kirche" umgestaltet wurde.

Die Landessuperintendentin lädt regelmäßig Politiker am Buß- und Bettag zu einer "Dialogpredigt" ein. In Bad Nenndorf unterstützte Spieckermann im Dezember die neu gegründete Initiative "Kirche für Demokratie - gegen Rechtsextremismus". Die hannoversche Landeskirche, mit knapp drei Millionen Mitgliedern die größte evangelische Landeskirche in Deutschland, teilt sich in sechs Sprengel zwischen Harz und Nordsee.

Internet: www.sprengel-hannover.de

Regionalbischöfin ruft zum Gespräch der Religionen auf

Hannover (epd). Die hannoversche evangelische Regionalbischöfin Ingrid Spieckermann hat zum Gespräch der unterschiedlichen Religionsgemeinschaften vor Ort aufgerufen. "Wir müssen uns kennenlernen und zu einem Miteinander finden, das die Unterschiede achtet", sagte sie der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Montagsausgabe).
 
Mit dem "Haus der Religionen" in Hannover gebe es für den Dialog der Religionsgemeinschaften bereits "einen Kern, der ausstrahlt". In dem früheren evangelischen Gemeindezentrum begegnen sich seit 2005 Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten und Angehörige der Baha'i-Religion. Auch in den evangelischen Kindergärten kämen viele Kinder verschiedener Religionen zusammen, unterstrich Spieckermann: "Begegnung ist wichtig, das kann auch der gegenseitige Besuch im Gotteshaus sein."
 
Die Regionalbischöfin wandte sich zugleich gegen Ausländerhass und erinnerte an die Gründung der landeskirchlichen Initiative "Kirche für Demokratie - gegen Rechtsextremismus" im Dezember in Bad Nenndorf. "Wir müssen als Kirche etwas gegen die Zunahme verdeckter Fremdenfeindlichkeit tun", betonte sie. Spieckermann wird an diesem Mittwoch (5. Januar) 60 Jahre alt. Sie steht seit elf Jahren als Landessuperintendentin an der Spitze des Kirchensprengels Hannover mit rund 620.000 Gemeindemitgliedern.

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3.1.2011