23. Oktober 2010

Nachricht

Landessuperintendent Brandy: Halloween kann Reformationstag mehr ins Bewusstsein bringen

Stade (epd). Der Stader Regionalbischof Hans Christian Brandy kann in dem Rummel um das heidnische Halloweenfest auch gute Seiten erkennen. Um den Reformationstag, der ebenfalls am 31. Oktober gefeiert wird, wieder mehr ins Bewusstsein zu bringen, habe sich die evangelische Kirche viele fantasievolle Angebote überlegt, schreibt Brandy in der am Wochenende in Hannover erscheinenden "Evangelischen Zeitung": "Manchmal benötigt der Heilige Geist eine besondere List, um seine Kirche in Bewegung zu setzen."

Seit der Kirchenkreis Hameln-Pyrmont 2004 das Projekt "Hallo Luther statt Halloween" erfunden habe, gebe es bundesweit in vielen Gemeinden ähnliche Projekte, erläuterte Brandy. Dazu gehörten Kirchenkinos, Churchnights, Luther-Märkte oder Luther-Mahle unter dem Motto "Futtern wie bei Luthern". Der Reformationstag solle ein Fest sein. "Bloß kein humorloses Luther-Gedenken!"

Die Evangelische Kirche in Deutschland gebe dem Reformationstag auf dem Weg zu seinem 500. Jahrestag 2017 ein ganz neues Gewicht, schreibt der Regionalbischof. 2008 hat dazu eine "Lutherdekade" begonnen, die auf das Jubiläum hinführen soll. Evangelisches Profil und ökumenische Verbundenheit seien dabei keine Gegensätze, sondern gehörten zusammen, so Brandy. "Unsere lutherische Identität immer wieder durchzubuchstabieren und auch zu feiern, dazu kann es gar nicht genug kreative Ideen geben."

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22.10.2010