Fünfter Nordseelauf gegen Gewalt mit positive Bilanz

Nachricht 26. Juni 2006

Aurich/Cuxhaven (epd). Kirche und Tourismus haben eine positive Bilanz des fünften Nordseelaufs gegen Gewalt gezogen. Trotz der parallel laufenden Fußball- Weltmeisterschaft seien insgesamt mehr als 3.000 Laufbegeisterte in acht Etappen von Dangast am Jadebusen über die Inseln Juist, Langeoog und Neuwerk nach Cuxhaven gelaufen, sagte der Geschäftsführer von Kirche im Tourismus, Urlauberpastor Hartmut Schneider, am Montag in Aurich dem epd. An der letzten Etappe von Neuwerk durch das Watt nach Cuxhaven beteiligten sich mehr als 800 Läufer.

Unter dem Motto "Mach nicht halt - lauf gegen Gewalt" hatten die hannoversche Landeskirche und die Marketing-Gesellschaft "Die Nordsee" zu dem Lauf aufgerufen, so Schneider. Seit 2002 erinnere die Aktion an die Dekade des Weltkirchenrates zur Überwindung von Gewalt. Kirchengemeinden entlang der Route begleiteten den Lauf mit zahlreichen Aktionen und abendlichen Meditationen zu den Schlagzeilen des Tages unter dem Titel "Zeitansagen".

"Dieses Sport-Event unterscheidet sich deutlich von anderen Läufen", betonte Schneider. Während nach Marathonläufen die Sportler sofort nach Hause führen, entwickle sich beim Nordseelauf jedes Mal ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Das zeige sich etwa daran, dass auch die schnellsten Läufer am Ziel auf den langsamsten warteten.

Der Hauptsponsor EWE widersprach auf Anfrage Gerüchten, der Energieversorger wolle den Nordseelauf nicht weiter unterstützen: "Wir werden wie im vergangenen Jahr mit den anderen Veranstaltern über die Zukunft des Laufes nachdenken. Ein Rückzug vom Nordseelauf ist derzeit nicht geplant", sagte ein Firmensprecher dem epd.
(epd Niedersachsen-Bremen/b1707/26.06.06)
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