Bild: Martin Jehnichen

"Frieden im Fokus"

Tagesthema 11. Juli 2017

Mit dabei bei der Weltausstellung Reformation in Wittenberg sind ab Mittwoch u.a. Friedrich Schorlemmer, Boxweltmeister Hamid Rahimi und JORIS.

Schwerpunkt der Weltausstellung Reformation in Wittenberg ist ab dem kommenden Mittwoch für eine Woche das Thema "Frieden". Vom 12. bis 17. Juli diskutieren Besucherinnen und Besucher mit zahlreichen Fachleuten. Erwartet wird unter anderem der Boxweltmeister und ehemalige afghanische Bürgerkriegsflüchtling Hamid Rahimi, der auch mit der Aktion «Fight for Peace» Schlagzeilen machte. Am Mittwoch (12.07.2017) ist er um 10.30 Uhr in Wittenberg zu Gast unter der Überschrift "Fight for Peace".

Als ehemaliger Flüchtling aus dem afghanischen Bürgerkrieg weiß Hamid Rahimi, wovon er spricht, wenn er über Krieg und Frieden redet. Bereits als Kind flüchtete er mit seiner Familie aus dem Nahen Osten nach Hamburg und geriet in ärmlichen Verhältnissen schnell auf die schiefe Bahn. Getrieben von dem Wunsch nach einem besseren Leben, schaffte er mithilfe des Boxens den Sprung aus der Kriminalität hinein in den Profisport und ist mittlerweile Weltmeister des Global Boxing Councils. Zusammen mit dem Frankfurter Referenten für Friedensbildung Wolfgang Buff spricht Rahimi darüber, wie er als Boxweltmeister ein Zeichen für internationalen Frieden setzen kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung "Fight for Peace"

An historischem Ort mit Zeitzeugen sprechen: "Schwerter zu Plugscharen"

Von Mittwoch, 12. Juli, bis Montag, 17. Juli gibt es im Lutherhof immer um 14 Uhr Interviews mit Zeitzeugen der Friedensbewegung in der ehemaligen DDR. Sie erinnern an die Aktion "Schwerter zu Pflugscharen", die beim Kirchentag in Wittenberg 1983 ihren Ursprung nahm: Damals wurde unter großer öffentlicher Beteiligung in einer Wittenberger Schmiede ein Schwert zu einer Pflugschar umgeschmiedet. Mit dabei in der Interviewreihe sind u.a. der Theologe Friedrich Schorlemmer und der Dirigent und Pianist Michael Stolle.

Weitere Informationen zur Interviewreihe "Schwerter zu Pflugscharen - damals und heute"

Diskussionen, Poetry-Slam und Musik von JORIS

An der Themenwoche «Frieden» beteiligen sich zudem die SPD-Bundestagsabgeordnete Ute Finckh-Krämer, der leitende Militärdekan der evangelischen Militärseelsorge Dirck Ackermann sowie andere Expertinnen und Experten.

Auf dem Programm stehen weiterhin ein Poetry-Slam unter dem Motto «Call for Peace», eine Konzertlesung «Love & Peace. John Lennon, seine Lieder und die Religion» sowie die Musik- und Lichtshow «Young Point Disco».

Am Freitag Abend steht dann ab 19 Uhr Joris live auf der Bühne am Schloss. "Und immer wenn es Zeit wär zu gehen, Vergess ich, was mal war, und bleibe stehen. Das Herz sagt bleib, der Kopf schreit geh“, so heißt es in seinem bekanntesten Song. Für sein erstes Album „Hoffnungslos hoffnungsvoll“ hat er im vergangenen Jahr drei Echos bekommen: in den Kategorien Newcomer des Jahres (national), Radio-Preis, Kritiker-Preis (national). „Ich seh‘ mich als Geschichtenerzähler und die Musik als Vermittler für meine Geschichten, die ich selbst erlebt habe oder die mich inspirieren“, sagt der Musiker, der auf der Schlosswiese für Festivalstimmung sorgen wird.

epd/r2017.org/Pressestelle

Weitere Highlights aus dem Bereich Kultur und Konzerte

"Aus Hannover in Wittenberg"

"Moin! Ich bin Paulina Spiess und als Mitarbeiterin zum Reformations-jubiläum gekommen, weil man 500 Jahre Reformation nur einmal in seinem Leben mitgestalten und erleben kann. In der Lutherstadt Wittenberg bin ich jeden Tag mitten im Geschehen, das gefällt mir.

Aufgewachsen bin ich in Hameln und damit in und mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. Zum Studium hat es mich in den Raum der Nordkirche verschlagen, aber die Wurzeln in Hameln sind geblieben.

Beim Reformationsjubiläum 2017 bin ich nun in der Abteilung Marketing dafür zuständig, Menschen aus allen Himmelsrichtungen für die Weltausstellung Reformation zu begeistern. Ich finde, die Konzerte mit der Schlosskirche im Hintergrund haben eine ganz besonders schöne Stimmung und sind so abwechslungsreich, dass man immer wieder etwas Neues erleben und hören kann.“

Paulina Spiess ist einer von vielen Menschen aus der Landeskirche Hannovers, die bei der Weltausstellung Reformation in Wittenberg mitarbeiten. Für das Tagesthema erzählt sie, was sie bei dem Großereignis in der Lutherstadt fasziniert.