Ehrenamt

Bild: Jens Schulze

8. Mai 2014

Tagesthema

max-e | 25 Jahre Tschernobyl-Hilfe

Bild: Jens Schulze

Im Jahr 2015 gibt es die Tschernobyl-Hilfe der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers 25 Jahre. Als Gasteltern und Unterstützer der Aktion haben viele Bürger aus ganz Niedersachsen dazu beigetragen, dass über 25.000 Kinder aus dem weißrussischen Gomel für vier Wochen zum Erholungsurlaub nach Niedersachsen kommen konnten.

Auch humanitäre und medizinische Hilfe wurde von vielen Ehrenamtlichen organisiert und durchgeführt. Für das 25-jährige Jubiläum der Tschernobyl-Hilfe im kommenden Jahr möchten die Initiatoren mit allen Helferinnen und Helfern der letzten 25 Jahre auf Zeitreise gehen. Auf der Internetseite erlebnisse.tschernobylhilfe-org.de werden Ihre Erlebnisse und Erinnerungen gesammelt.

Erlebnisse werden gesammelt

Kontaktwege der Aktion

Die Initiatoren der Aktion bitten um Texte (jeweils maximal eine Din4-Seite), Fotos oder andere Beiträge, die 25 Jahre Tschernobyl-Hilfe dokumentieren.

Beiträge per Post können unter folgender Anschrift eingesandt werden:

EMSZ
Medienvikar Sebastian Müller
Archivstraße 3
30169 Hannover

Weiter heißt es im Aufruf der Seite:

Bitte geben Sie an, auf welches Datum sich Ihr Beitrag bezieht.
Einsendeschluss ist der 01.07.2014.
Sprechen Sie uns an!

Sollten Sie alte Fotos und Videos haben, die nicht in digitaler Form vorliegen, helfen wir Ihnen gerne bei der Digitalisierung. Gleiches gilt auch bei der Verschriftlichung Ihrer Geschichten und Erlebnisse.

Wissenswertes zur Katastrophe

Bild: Jens Schulze

Am 26. April 1986 ereignete sich der schwere Reaktorunfall im Block 4 des Atomkraftwerks von Tschernobyl und erschütterte die Menschen in aller Welt. Eine atomare Wolke breitete sich über weiten Teilen Europas aus. Wir untersagten unseren Kindern, im Sandkasten zu spielen, im See zu baden und bei Regen nach draußen zu gehen. Salat und Gemüse aus unseren Gärten wurden untergepflügt, Milch weggeschüttet. Die Becquerel-Werte für Lebensmittel standen täglich in der Zeitung. Heute ist dies alles fast vergessen.

Die Folgen dieser atomaren Katastrophe werden niemals verschwinden.
Dies gilt vor allem für die Tschernobyl umgebenden Länder Russland, Ukraine und Weißrussland. 65-70% der ausgetretenen radioaktiven Stoffe gingen auf dem Gebiet von Weißrussland nieder, 22% der Fläche, auf der etwa ein Fünftel der Einwohnerschaft lebt, wurden langfristig radioaktiv verseucht.

Die Folgen dieser radioaktiven Verstrahlung sind gravierend und lebensbedrohend. Viele Menschen sind inzwischen z. B. an Schilddrüsenkrebs, Magen-Darm-Erkrankungen, Herz- und Bluterkrankungen, Leukämie, Brustkrebs und Organ-Krebs-Erkrankungen, Jugend-Diabetes und Immunschwächen erkrankt. Besonders betroffen sind die Säuglinge und Kinder, die in dieser verstrahlten Umwelt geboren werden und aufwachsen.

Die Säuglings- und Kindersterblichkeit hat zugenommen, ebenso sind vermehrt Missbildungen oder Totgeburten festzustellen. Und die Zahl der Erkrankungen steigt weiter an. 

Weitere Infos

 

25.000 Begegnungen in 25 Jahren. Tränen, Freude, Freunde und Freundinnen - ein großer Schatz an Geschichten in den Köpfen von mittlerweile Erwachsenen rund um Gomel und ebenso in Göttingen, Hannover oder Lüneburg. Die Seite „Erlebnisse gesucht“ sammelt und bewahrt.

Zum Hintergrund der Serie: Mehr als 300 Auftritte zählt das landeskirchliche Internetsystem max-e. Kirchenkreise, Gemeinden, Institutionen und viele thematische Seiten zu Kunst, Kultur, Ökumene, kirchlicher Verwaltung oder Musik bieten ein buntes Bild der Landeskirche. An jedem Donnerstag stellen wir Ihnen eine Seite aus max-e vor. 

Erlebnisse gesucht

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