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Bild: Evangelische Zeitung/ Hans-Peter Niesen

Biblische Lesestaffel

Tagesthema 27. März 2014

Literaturkirche Schnedinghausen bringt Leben in die Gemeinde

Nicht nur Mamas und Papas können toll vorlesen, das können auch Gina, Alina, Tim und Justus sowie ihre sieben Freunde aus den Grundschulen in Höckelheim und Moringen im Landkreis Northeim. Die elf Mädchen und Jungen im Alter von bis zu zehn Jahren gestalteten jetzt in der Literaturkirche Schnedinghausen eine Lesestaffel über das Leben von Jesus, so spannend und lebendig, dass die Zeit wie im Flug verging. „Ich hatte das Gefühl, dass Gott auch hier war“, sagte Alexandra Diekgerdes, die zusammen mit Birgit Hecke-Behrends, Zsuzsanna Bényei-Büttner und Pastor Peter Büttner die Veranstaltung in der bis auf den letzten Platz besetzten Marienkapelle des gerade mal 200 Einwohner zählenden Dorfes organisiert hatte.

Mit der Literaturkirche ist in die zur evangelisch-lutherischen Trinitatis-Gemeinde Leine-Weper gehörende und mit viel Liebe vor einigen Jahren restaurierte Marienkapelle (Moringen, Fredelsloh, Espol, Großenrode, Schnedinghausen, Lutterbeck, Oldenrode und Nienhagen) wieder richtig Leben eingezogen. Die Organisatoren haben den Bogen dabei weit gespannt. Hannovers Landesbischof Ralf Meister beispielsweise las „Geschichten, die mich begleiten“ und der Kabarettist und Pastor Fabian Vogt setzte sich jüngst humorvoll mit der Rolle des Mannes in seiner als Buch veröffentlichten Briefesammlung „Super, Mann!“ auseinander.

Highlights der Literaturkirche, die in ihrer zweiten Saison bereits zu einer festen Institution des regionalen Kultur- und Kirchenlebens geworden ist, sind dabei die Veranstaltungen für Kinder, so wie jetzt die Lesestaffel mit Texten über Jesus. „Wer erinnert sich nicht an den Staffellauf im Sportunterricht. Ein kurzes Stück der Strecke mein Bestes geben und dann abgeben. Und gemeinsam gewinnen“, sagte Moderatorin Birgit Hecke-Behrens bevor sie den Staffelstab an die erste Vorleserin, Gina Hartmann, zum Start für den Vorlese-Lauf „durch das abenteuerliche Leben des Jesus von Nazareth“ überreichte.

Gina nahm das Holz, legte es auf ein weinrotes Kissen und begann vorzulesen. Mucksmäuschenstill still war es, als sie mit einer kräftigen Portion Lampenfieber, aber mit klarer und fester Stimme aus der Kinderbibel den Text „Das Haus meines Vaters“ vortrug, in dem es um das Leben von Jesus im Alter von zwölf Jahren ging.

Und dann folgte Staffelstübergabe auf Staffelübergabe, Lebensstation auf Lebensstation - nur unterbrochen von zwei Auftritten des Kinderchores „singing kids“ unter der Leitung von Günter Stöfer. „Eine Handvoll Erde“ sangen die Mädchen und Jungen und die beiden Lehrinnen aus Höckelheim und Moringen, Barbara Ahlf-Dörnte und Liane Vach, die das Projekt mit viel Engagement unterstützt hatten, stimmten gleich mit ein.

Als letzte Vorleserin erhielt schließlich Fenja Schünemann den Staffelstab. „Der verlorene Sohn“ hieß ihr Text, in dem es um den Tod von Jesus geht.

Glückliche Minen gab es als die Mädchen und Jungen zum Abschluss noch einmal nach vorne gebeten wurden, für eine kräftige Portion Applaus und viel Anerkennung für die ausdrucksstarken Vorträge. Außer Gina und Fenja nahmen zum Vorlesen auf dem Hocker Platz: Natalie Falke, Lina Marxs, Joyce Meyer, Paul Deppe, Tim Binnewies, Alina Meissner, Justus Hillemann, Vincent Ewers und Lara-Sophie Penno.

Für sie alle gab es dann noch ein kleines Ausrufezeichen: Sie durften noch Bibelverse in das große Buch der Literaturkirche eintragen. Es liegt bei jeder Veranstaltung aus und die Besucher sind stets aufgefordert, ebenfalls einen handschriftlichen Beitrag zu leisten: „Am Anfang war das Wort….“

Hans-Peter Niesen, Evangelische Zeitung

Literaturkirche aktuell

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In der nächsten Veranstaltung der Literaturkirche dreht sich alles um den großen englischen Dichter Shakespeare, der vor 450 Jahren geboren wurde.

Der Rundfunkchefredakteur Martin G. Kunze und die Fernsehjournalistin Hanna Legatis lesen am Sonntag, 6. April, um 16 Uhr in der Marienkapelle in Schnedinghausen Liebesgedichte des Dramatikers.

Mehr über die Veranstaltung zu „Shakespeare 450"

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