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„Initiative für die Zukunft“

Tagesthema 31. Januar 2014

Das neue Diakonische Werk in Niedersachsen hat am Freitag in Braunschweig als einer der größten Wohlfahrtsverbände des Bundeslandes seinen Zusammenschluss gefeiert. In der Diakonie sind rund 50.000 hauptberuflich Beschäftigte in etwa 3.000 sozialen Einrichtungen tätig. Der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Bischof Ralf Meister, nannte die Fusion beim Gottesdienst im Braunschweiger Dom „eine Initiative für die Zukunft“.

Vier evangelische Kirchen starten Diakonisches Werk in Niedersachsen

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Einsegnung durch vier Leitende Geistliche: Kirchenpräsident Martin Heimbucher, Landesbischof Ralf Meister, Landesbischof Friedrich Weber, Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (von links nach rechts), knieend von hinten: der Vorstand der Diakonie Jörg Antoine, Christoph Künkel, Cornelius Hahn. Bild: Jens Schulze  

Das neue Diakonische Werk in Niedersachsen hat am Freitag in Braunschweig als einer der größten Wohlfahrtsverbände des Bundeslandes seinen Zusammenschluss gefeiert. In der Diakonie sind rund 50.000 hauptberuflich Beschäftigte in etwa 3.000 sozialen Einrichtungen tätig. Der Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Bischof Ralf Meister, nannte die Fusion beim Gottesdienst im Braunschweiger Dom „eine Initiative für die Zukunft“.

Diakonie-Vorstandssprecher Christoph Künkel aus Hannover sagte, die Diakonie spreche künftig „mit einer Stimme in allen Belangen“. Die hannoversche und die braunschweigische Landeskirche lassen ihre bisherigen Werke in dem neuen Zusammenschluss aufgehen. Die Diakonie der Evangelisch-reformierten Kirche sowie der Landeskirche Schaumburg-Lippe bleiben eigenständig. Beide sind aber zugleich Mitglieder im landesweiten Werk.

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„Initiative für die Zukuft“ - fröhliche Gesichter. Bild: Jens Schulze

Die Diakonie der oldenburgischen Kirche beteiligt sich zunächst nicht am Zusammenschluss. Sie wird vom niedersächsischen Diakonischen Werk aber als politischer Spitzenverband vertreten. Die fünf Einzelwerke waren bisher durch einen Verein locker miteinander verbunden.

Der hannoversche Landesbischof Meister hob die Sozialpartnerschaft hervor, die die Diakonie mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Marburger Bund anstrebt. In Niedersachsen wird sie künftig direkt mit den Gewerkschaften Tarifverhandlungen führen. Sie setzt damit eine Forderung des Bundesarbeitsgerichts nach einer Neuregelung des kirchlichen Arbeitsrechts um.

Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) begrüßte die angestrebten Tarifverträge. Viele Träger von sozialen Einrichtungen seien in "arge wirtschaftliche Probleme" geraten, ohne etwas dafürzukönnen. Mit dem diakonischen Werk werde die soziale Verantwortung im Bundesland gebündelt. „Wir sehen in der Diakonie einen starken und sehr vertrauten Partner.“

Durch die Fusion der diakonischen Werke von Braunschweig und Hannover sei kein Arbeitsplatz verloren gegangen, betonte der bisherige hannoversche Diakonie-Direktor Künkel. Die Mitgliedseinrichtungen und auch die Politik profitierten künftig von einer spezialisierten Beratung, beispielsweise bei Fragen der Entlohnung oder im Qualitätsmanagement. „Die sozialen Fragen werden immer komplizierter.“

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Ministerpräsident Stephan Weil. Bild: Jens Schulze

Der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber sagte, die Diakonie in Niedersachsen werde hörbar und präsent „noch gemeindenaher als bisher für die Menschen in Niedersachsen wirken“. Damit sei die Diakonie auch für die Kirchen vorbildhaft. Zum dreiköpfigen Vorstand des neuen Werkes gehören Künkel und sein Stellvertreter Jörg Antoine. Als Vertreter der braunschweigischen Landeskirche rückt Landeskirchenrat Cornelius Hahn in das Gremium.

Künkel unterstrich, dass zu den künftigen Herausforderungen neben einem Tarifvertrag für Soziales auch die größer werdende Schere zwischen armen und reichen Menschen zähle. Allen gemeinsam müsse die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Bei Flüchtlingsfragen müsse sich die Diakonie mit den Kommunen zudem um eine Willkommenskultur bemühen.

epd

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Diakonie in Niedersachsen

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