2014_01_16

Bild: epd-Bild/ Christian Ohde

„Briefe schreiben - Gedanken posten“

Tagesthema 15. Januar 2014

Viele Menschen halten sich in sozialen Netzwerk auf. Ob darum kirchliche Amtsträger das zur Mission nutzen sollten und ob Facebook-Profile zum Verkündigungsauftrag der Kirche gehören, ist umstritten.

Contra: Facebook ist zu oberflächlich

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Lars Harden

Selbstredend muss eine Bischöfin oder Bischof nicht bei Facebook sein. Sie oder er müssen zunächst mal ihre Arbeit gut machen. Ob dazu das Führen eines Profils bei Facebook gehört, ist für mich mehr als fraglich. Und zwar aus drei Gründen: Aus der Sicht des einfachen Protestanten ist es die zentrale Aufgabe eines Bischofs, seine Landeskirche geistlich nach innen zu führen und nach außen zu vertreten. Er muss zuhören, einordnen, reflektieren, moderieren können.

Ein Bischof macht religiöse Orientierungsangebote und profiliert die Kirche auch in der medialen Öffentlichkeit. Dazu bedarf es in der Regel mehr als weniger Worte. Auf Facebook zählen jedoch vor allem Kürze und Prägnanz sowie der Unterhaltungswert von Beiträgen. Theologische oder politische Diskussionen finden dort in der Tiefe nicht statt – dazu böte sich möglicherweise ein Blog besser an.

Jeder, der über ein Profil bei Facebook verfügt, wird zum Medienmanager seiner selbst. Für Privatpersonen ergeben sich daraus andere Konsequenzen als für Amtsträger wie Politiker oder eben auch Bischöfe. Als Würdenträger sind sie öffentliche Personen des Zeitgeschehens, die zum Schutz ihrer Person und ihres Amtes beide Rollen voneinander trennen sollten. Genau das ist auf Facebook für die Nutzer unattraktiv. Und die Vermischung von Privat- und Amtsperson schadet in der Regel.

Will man mehr bieten als „Komme gerade von hier“ oder „Habe gestern dort diese Predigt gehalten“, ist die Plattform wenig reizvoll. Die Zeit ist für medienstrategische Überlegungen besser aufgewendet. Erschwerend käme hinzu: Wenn der Bischof sein Profil nicht selbst pflegt, würde er zügig ein Akzeptanzproblem in der sensiblen Social Media Community bekommen.

„Würde“ mag hochgestochen klingen, doch hat das Amt eines Bischofs eine Würde, die es durch die Amtsträger zu schützen gilt. Das gelingt am besten, wenn Gefährdungen des Ansehens des Amtes und damit der durch sie vertretenen Kirche minimiert werden. Ich sehe derzeit keine Möglichkeiten, via Facebook gehaltvoll mit der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen und empfehle Bischöfen andere Wege, gerne auch in Social Media. Die Reputation der Landeskirche und ihrer Botschaften zu steigern, sollte durch die Konzentration auf die Liste der kommunikativen Kernaufgaben im Fokus stehen. Facebook steht derzeit für Bischöfe nicht auf dieser Liste.

Prof. Dr. Lars Harden ist Geschäftsführer der Kommunikations-Beratungsfirma „aserto“.

Pro: Facebook ist ideal für Begegnungen

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Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach

Ob eine Bischöfin oder ein Bischof zum Empfang der Landesregierung gehen oder der Regionalzeitung ein Interview geben, können sie nicht anhand von Sympathie oder Lust entscheiden. Es gehört zu ihrem Job. Denn egal, ob wir es (theologisch) gut finden oder nicht: Bischöfe sind eben nicht nur Pfarrerinnen und Pfarrer – sondern in und mit ihrem Amt ein Symbol für Kirche, sozusagen der Kirchturm, den ich auf dem Markt der Meinungen und Deutungsangebote von überall her sehen kann.

Darum hat ein Bischof Briefe geschrieben, die von den Kanzeln verlesen wurden. Darum gibt eine Bischöfin Interviews in Radio und TV. Darum sind ihre Weihnachtspredigten nicht nur eine von vielen Predigten. Und darum müssen sie auf Facebook sein.

Denn Facebook ist heute ein Raum, in dem die Mehrheit der Erwachsenen in diesem Land sich mindestens hin und wieder aufhält – und übrigens nicht die Jugendlichen, die sind schon weitergezogen. Und egal, ob wir oder die Kirche oder unsere Datenschützer das gut finden oder nicht – Facebook ist ein Raum, in dem viele erwachsene Menschen in ihrer Freizeit gerne sind. In dem sie sich mit Menschen unterhalten, die sie kennen. In dem diejenigen, die keine gedruckte Zeitung (mehr) lesen, einen großen Teil ihrer Nachrichten beziehen, weil sie da jemand verlinkt, also weitersagt. In dem sie Personen, Marken, Stars, Institutionen erlauben, ihnen zu sagen, was gerade passiert – und bei ihnen „gefällt mir“ klicken.

Facebook ist darum heute für die Kirche ein idealer Raum für Mission. Menschen sind aufnahmebereit, können emotional angesprochen werden. Wer Mission als die Mischung aus Rausgehen mit der Botschaft auf den Markt einerseits und einer offenen Tür mit niedriger Türschwelle andererseits begreift, wird und kann einen der größten Marktplätze und eine der weitesten Türen nicht ignorieren, die uns kommunikativ heute zur Verfügung stehen.

Bischöfinnnen und Bischöfe sind Personen des öffentlichen Lebens und der öffentlichen Verkündigung. Neben den anderen und schon länger etablierten Kanälen bietet ihnen Facebook eine gute Möglichkeit, ihren Auftrag zu erfüllen: Nähe zu zeigen, die persönlich aber nicht privat ist, Botschaft und Positionen zu formulieren und ansprechbar zu sein, ohne sich vereinnahmen zu lassen.

Der Theologe Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach arbeitet bei der Kommunikationsagentur „achtung!“

Verkündigung und Wissensvermittlung im privaten Hörfunk

„Unseren täglich Seehund gib uns heute...“ schrieb Hans Poulsen Egede das Vaterunser um, als er im 18. Jahrhundert die Bewohner Grönlands zum Christentum bekehren wollte. Die gewagte Übersetzung von „Brot“ war nötig geworden, weil es im ewigen Eis kein Getreide, also auch kein Brot gab. So etwas erfährt der Hörer im privaten Hörfunk, wenn er zwischen viel Musik und Nachrichten auf die Wortbeiträge der Kirchenredaktion achtet.

Radio wird oft als „Nebenbei-Medium“ bezeichnet oder gar als „Dudelfunk“ abgekanzelt. Doch in ihrem Selbstverständnis sehen sich die Sender, allen voran die privaten, als „Begleiter durch den Tag“. Sie sind beim Aufstehen, Zähneputzen und Frühstücken ebenso dabei wie beim Weg zur und von der Arbeit, im Büro oder an der Werkbank, im Feierabend und beim Zubettgehen. „Und wenn Kirche die Menschen dort abholen will, wo sie gerade sind, dann müssen sie sich auch im Privatfunkt engagieren“, ist Tobias Glawion überzeugt.

Mehr als zwei Dutzend Mal preiswürdig

Der Chefredakteur des Evangelischen Kirchenfunks in Niedersachsen (ekn) weiß, wovon er spricht, schließlich produziert ekn seit einem Vierteljahrhundert Beiträge für Sender wie Antenne Niedersachsen oder ffn. Er kann auch den Erfolg belegen. Mehr als zwei Dutzend Male wurden ekn-Redakteure mit dem Niedersächsischen Medienpreis ausgezeichnet. Für den Dauerbrenner „Hits from Heaven“ (bei ffn), bei dem engliche Texte, die oft christliche Inhalte haben, übersetzt und interpretiert werden, gab es auch schon einmal den Robert-Geisendörfer-Preis der EKD.

Glawion, stellvertretender Vorsitzender der aer (Arbeitsgemeinschaft evangelischer Rundfunk e.V.), des Dachverbands der evangelischen Radiomacher im privaten Hörfunk, ist überzeugt, dass die Kirche gerade im Privatfunk die Menschen von der Straße erreicht, „besser jedenfalls als im gedankengeschwängerten öffentlich-rechtlichen Kulturradio.“

Ein „Revoluzzer“-Funk sei das Privatradio ohnehin nicht mehr, meint Glawion, „es ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen und mit seinen Hörern gealtert.“ Immerhin haben die privaten Sender bei den 14- bis 49-Jährigen bundesweit einen Marktanteil von gut 57 Prozent. Die ekn-Sendungen in Niedersachsen erreichen täglich bis zu 1,5 Millionen Menschen, an Sonntagen sogar bis zu zwei Millionen. „Und es ist die breite gesellschaftliche Masse, die der Kirche vor 20 Jahren verloren ging“, meint der ekn-Chef. Diesen Menschen ist aber auch etwas verloren gegangen, nämlich das Wissen über den Glauben. „Darum müssen wir immer wieder ganz niederschwellig erklären, was Glauben und Kirche ausmacht.“

Verkündigung und Wissensvermittlung sei denn auch die Aufgabe des Kirchenfunks im privaten Radio, erklärt Glawion. Und selbstverständlich auch Service, etwa bei Hinweisen auf oder mit Reportagen über diakonische Beratungsstellen. Damit lasse sich auch bundesweit punkten, bei 15 Kirchenfunkredaktionen. Immerhin räumen die Privatsender den Kirchenfunkern 500 Sendeplätze für rund 100 Formate ein. Damit erreichen sie wöchentlich etwa 20 Millionen Hörer. Dort erfahren diese dann unter anderem, dass „Vergebung der Sünde“ etwas anderes sei als ein „Schwamm drüber“, wenn man zu viel Schokolade gegessen oder die Mami belogen hat. „Sie verstehen es, wenn wir von der Gnade Gottes berichten“, ist Glawion überzeugt. Und das, obwohl – oder viellecht gerade weil – kein ekn-Redakteur Volltheologe ist, wohl aber Vollblutjournalist.

Verkündigung, wie sie sich Luther einst wünschte

Gerade erst vor wenigen Wochen war ein solches Angebot wieder einmal preiswürdig. „Glauben heißt nicht wissen“ heißt die Sendereihe, die Begriffe aus Kirche und ihrem Umfeld erläutert. Am Anfang steht eine Straßenumfrage, etwa nach „Fegefeuer“, „Nächs­tenliebe“ oder „Jüngstes Gericht“. „Bei Heiland kam unter anderem die Erklärung: Holland – da sind doch alle high“. Und wenn genügend gerätselt wurde, erklärt ein „Pastor aus der Kiste“, Dirk Heuer aus Neustadt, den Begriff mit klaren Worten und einfachen Sätzen. „Die Hörer spüren, dass diese Begriffe etwas mit der eigenen Kultur zu tun haben.“ Mareike Bohrenkämper, die mit Christian von Scheve für diese ffn-Sendung im Bereich „Unterhaltung“ ausgezeichnet wurde, durfte sich bei der Preisverleihung von Laudatorin Margot Käßmann sagen lassen, dass die Reihe alle Kategorien von Verkündigung erfülle, die Martin Luther sich gewünscht habe.

Die Privatsender haben die ekn-Redaktion schon weitgehend als festen Bestandteil des eigenen Teams vereinnahmt. Ohne die Beiträge der „Kirchenfunker“ wäre der Erfolg der Charity-Aktion von Antenne Niedersachsen kaum zu erklären, mit der rund um das jüngste Weihnachtsfest wieder einmal 170 000 Euro für die Aktion „Kinder in Not“ und damit für Diakonie und Caritas von den Radiohörern gespendet wurden. Und wenn bei ffn „Glauben heißt nicht wissen“ anmoderiert wird, heißt es: „Ein Beitrag aus der ffn-Kirchenredaktion...“

Dass Kirche im Privatfunk „in“ ist, zeigt, wie sich die Sender mit Argusaugen beobachten, wenn ein neues Format über den Äther geht. Als bei ffn Konfirmandengruppen mit der leicht verständlichen „Volxbibel“ bekannt gemacht wurden, in der sie ihre Lieblingsbibelstelle heraussuchen sollten, kam bei Antenne Niedersachsen rasch der Wunsch nach einem ähnlichen Format auf. Glawion und sein Team entwarfen die „Mutmachsprüche“. Und die „Stimme des Senders“, also der beliebteste Moderator, sprach diese Sprüche – Bibelverse. Am Ende hieß es dann: „...präsentiert von Antenne und Ihren Kirchen in Niedersachsen“.

„Wer hat an der Uhr gedreht?“ ist auch schon eine seit vielen Jahren laufende Sendung, bei der es um zeitgeschichtliche Themen aus dem kirchlichen Umfeld geht. Da werden schon mal Luthers Thesenanschlag oder Albert Schweitzers Einsatz in Lambarene dargestellt. Besonders beeindruckend die Geschichte von dem schon erwähnten Hans Poulsen Egede, der im 18. Jahrhundert in missionarischem Eifer „Wikinger“ in Grönland zum christlichen Glauben bekehren wollte. Dass der norwegische Pfarrer dänischer Abstammung dort im ewigen Eis gar nicht auf Wikinger stieß, sondern auf Inuit, hinderte ihn nicht, sie zu taufen und ihnen das Vaterunser beizubringen – auch wenn es dafür umgeschrieben werden musste.

Kirche ist im Gespräch, und die Quote stimmt auch

„Ich glaube, wir können unsere Hörer immer wieder überraschen“, sagt Tobias Glawion. Überraschung sei das, was die Sender wünschten. Und offenbar auch die Hörer, wie die vielen E-Mails zeigen, die die ekn-Redaktion erreichten. „Sicher ist da auch schon mal Kritik dabei“, räumt Glawion ein, „aber wenn die Leute es komisch finden, dass zwischen den Hits immer mal wieder kirchliche Themen auftauchen, kann es der Kirche doch nur recht sein: Sie ist im Gespräch.“ Ohnehin sei die überwiegende Mehrzahl der Zuschriften positiv. „Und die Quote stimmt“, weiß der ekn-Chefredakteur, die Einschaltquoten für Kirchensendungen bleiben seit Jahren stabil.

Damit das so bleibt, tummelt sich ekn auch auf großen Bühnen, etwa beim jährlichen „Niedersachsentag“. Hier bieten die Moderatoren mit Interviews-Shows, bei denen Spitzenvertreter von Kirche und Diakonie zu aktuellen Themen befragt werden, der Kirche „eine Einladungskarte“. „Das baut Hemmschwellen zur Kirche ab“, ist Glawion überzeugt. Nicht selten ergäben sich anschließend gute Gespräche, aus denen auch wieder regelmäßigere Kirchenbesuche erwüchsen.

Michael Eberstein, Chefredakteur Evangelische Zeitung

Massenmedium Facebook

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Facebook (engl. für „Gesichtsbuch“) ist ein soziales Netzwerk. Der Name bezieht sich auf die Jahrbücher US-amerikanischer Colleges, in denen alle Studenten abgebildet werden.

Jeder Benutzer von Facebook verfügt über eine Profilseite, auf der er sich vorstellen und Fotos oder Videos hochladen kann, Nachrichten hinterlassen oder Freunde zu Veranstaltungen eingeladen werden können.

Facebook, das wegen mangelhafter Datenschutzpraktiken in der Kritik steht, hat mehr als eine Milliarde Mitglieder und gehört zu den fünf am häufigsten besuchten Websites der Welt, in Deutschland liegt es auf dem zweiten Rang.

Bischöfe auf Facebook:

  • Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof in Bayern
  • Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg
  • Christoph Kardinal Schönborn, Erzbischof von Wien
  • Anba Damian, Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland (EvZ)

Evangelische Zeitung

Wir sind evangelisch

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Bild: wir-e.de

wir-e.de richtet sich an alle, die mit wenig Zeit und wenig Vorkenntnissen eine einfache aber moderne Webseite erstellen wollen. Aktuelles aus dem Gemeindealltag kann mit Bildern, Videos, Audios und Texten schnell veröffentlicht werden. Zudem bietet das Online-Netzwerk der hannoverschen Landeskirche eine Blog- und Kommentarfunktion.

Mehr über wir-e.de

Ralf Meister auf wir-e.de

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Bild: wir-e.de

Landesbischof Ralf Meister hat seit 2013 eine Präsenz im sozialen Netzwerk wir-sind-evangelisch.de.

Mit aktuellen Statements, Berichten, Videos und Predigttexten. Zudem lädt die Präsenz ein, Kommentare im Bereich „Aktuelles“ zu posten.

Zur Präsenz von Landesbischof Ralf Meister

Drei Preise für ekn

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 Bild: NLM

Der Bericht über die Verleihung des Niedersächischen Medienpreises 2013. Mit weitere Bildern von der Veranstaltung und den ausgezeichneten Radiobeiträgen zum Reinhören und dem ebenfalls ausgezeichneten Video „Koscheres Knäckebrot knabbern“.

Landesmedienanstalt vergibt Niedersächsischen Medienpreis

„Wort zum Sonntag“

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Bild: epd-Bild

Das „Wort zum Sonntag“ ist eine der ältesten Sendungen im deutschen Fernsehen. Nach fast 60 Jahren steht es jetzt vor einigen Veränderungen. Darüber sprach die Evangelische Zeitung mit einem der Verantwortlichen, mit Thomas Dörken-Kucharz:

EvZ: Was macht das „Wort zum Sonntag“, das seit dem 1. Mai 1954 läuft, so erfolgreich?

Dörken-Kucharz: Dem „Wort zum Sonntag“ wurde oft vorgeworfen, dass es die Möglichkeiten des Fernsehens nicht ausschöpft. Und das stimmt. Aber vielleicht ist es gerade deshalb so erfolgreich und beständig, weil es in der Form so reduziert ist und eher „sehendes Hören“ bietet statt schnelle Schnitte, große Kulisse und turbulente Aktion. Die zweitälteste Sendung im deutschen Fernsehen hat dennoch einige Superlative zu bieten: In sechzig Jahren gab es mehr als 3000 Worte zum Sonntag von über 300 Sprecherinnen und Sprechern.

Derzeit versuchen insgesamt acht Sprecherinnen und Sprecher am Samstagabend möglichst aktuell zu sein, aber nicht einfach nur die Nachrichten zu wiederholen, sondern eine Situation aus christlicher Sicht zu deuten oder zu begleiten. Das sieht so einfach aus. Da stellt sich ein Mann oder eine Frau hin und spricht. Doch gerade in dieser Schlichtheit liegt die Schwierigkeit. Denn dreieinhalb bis fünf Minuten – oft frei – in die Kamera zu sprechen, das mutet das Fernsehen sonst keinem Schauspieler und keiner Moderatorin zu. Das gibt es sonst nur im Theater.

Das Interview in der aktuellen Printausgabe der Evangelischen Zeitung

„Gott gibt keine Pressekonferenzen“

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Wie kann es gelingen, den Medien Gott näher zu bringen. Da er keine Pressekonferenzen gibt, werde über Gott vor allem dann geschrieben, wenn Christen und Kirchenleute ihn glaubwürdig bezeugen, meint der bayerische Bischof Heinrich Bedford-Strohm. Bild (M): picture-alliance/nordbild

Heinrich Bedford-Strohm ist davon überzeugt, dass die Kirche aktiv den Kontakt zu den Journalisten suchen und ihnen ihre Themen anbieten sollten.

Landesbischof der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern hat häufig Kontakt zu Journalisten - er wird nach einem Statement zu einem aktuellen Thema gefragt, interviewt, oder er schreibt selbst einen Text für eine Zeitung.

„Der gute Kontakt zu den Medienvertretern ist für mich selbstverständlich und sollte es auch sein“, meint Bedford-Strohm.

Den Bericht von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm beim Thema der Woche der Evangelischen Zeitung

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