2012_01_15

Bild: Jens Schulze

1200 Jahre Hamelner Münster

Tagesthema 14. Januar 2012

Bischof Meister eröffnet Festreihe zum 1.200-jährigen Bestehen des Hamelner Münsters

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Bild: Jens Schulze

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat die Feierlichkeiten zum 1.200-jährigen Bestehen des evangelischen Münsters St. Bonifatius in Hameln eröffnet. Obwohl der Bau der Kirche viele Hundert Jahre zurückliege, fänden dort Besucher auch heute einen Ort, an dem sie sich heimisch fühlten, sagte Meister im Festgottesdienst. „Hier schauen wir auf alle Generation, die in dieser Kirche ihren Glauben fröhlich lebten, ihre Seele trösteten, ihren Schmerz herausschrien.“

Das Münster wurde 812 von Graf Bernhard von Engern und Ohsen gegründet. Es ist die wahrscheinliche älteste Klostergründung auf niedersächsischem Boden. Die Gründung habe weit vor der Reformation gelegen, sagte Meister laut seinem Manuskript. Deshalb sei das Jubiläum auch ein wichtiges ökumenisches Fest. „Wir sind verbunden mit unseren katholischen Schwestern und Brüdern, weil wir den gleichen Ursprung wie die gleiche Verheißung teilen.“

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Der Hohe Chor im Münster zu Hameln. Copyright: s. www.muenster-hameln.de

Meister rief auch zum Blick in die Zukunft auf. „Wenn es heute um unseren Glauben geht, dann geht es auch um all diejenigen, die uns folgen werden.“ Das verpflichte zu schärferen Konsequenzen im schützenden Umgang mit der Schöpfung und stelle noch klarer die Fragen nach dem Lebensschutz.

Zum Jubiläum der mittelalterlichen Kirche nahe der Weser sind unter dem Motto „Licht am Fluss“ mehr als hundert Veranstaltungen geplant. Unter anderem wird das Musical „Die Päpstin“ nach dem Bestseller von Donna W. Cross im Sommer im Theater Hameln aufgeführt. Es erzählt die Geschichte von der angeblich zur Päpstin gekrönten Johanna, die zur Gründungszeit des Hamelner Münsters im Kloster Fulda lebte.

Zudem informiert anlässlich des Jubiläums eine kostenlose Anwendung für Smartphones über aktuelle Veranstaltungen. Die „Licht am Fluss“-App ist den Angaben zufolge die erste Kirchen-App innerhalb der hannoverschen Landeskirche. Zum Jubiläumsmotto ist bis zum 3. April eine Installation des Künstlers Werner Koch zu sehen. In weiteren Veranstaltungen wie Kinoabenden sollen Filme wie „Der Name der Rose“ die Geschichte des Kirchenraums erlebbar machen.

Am 30. Juni gestaltet die Evangelische Jugend in der Kirche ein „Mittelalterliches Münster-Mahl“ im Stil des 13. Jahrhunderts. Am 29. April wird aus dem Münster ein Rundfunkgottesdienst rund um den Namenspaten Bonifatius übertragen. Auch das Hamelner Museum beteiligt sich an den Feiern, da einige historische Stücke aus dem Münster wie ein wertvolles Messbuch und ein Ensemble ehemaliger Altarfiguren im Museum gezeigt werden.

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Die Predigt des Landesbischofs im Wortlaut

Hamelner Münster feiert Gründung vor 1.200 Jahren

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Bild: Hameln MArketing und Tourismus GmbH

Mit mehr als hundert Veranstaltungen feiert das evangelische Münster St. Bonifatius in Hameln sein 1.200-jähriges Bestehen. Die mittelalterliche Kirche nahe der Weser wurde 812 von Graf Bernhard von Engern und Ohsen gegründet und zu seiner Grabstätte bestimmt. Sie sei die wahrscheinliche älteste Klostergründung auf niedersächsischem Boden, sagte Mitorganisator Pastor Dirk Jonas am Freitag in Hannover. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister wird das Jubiläumsjahr unter dem Motto „Licht am Fluss“ mit einem Gottesdienst an diesem Sonntag um 10 Uhr eröffnen.

Der Hamelner Superintendent Philipp Meyer sagte, das Jubiläum sei vor allem durch viele musikalische Veranstaltungen geprägt. Unter anderem wird das Musical „Die Päpstin“ nach dem Bestseller von Donna W. Cross im Sommer im Theater Hameln aufgeführt. Es erzählt die Geschichte von der angeblich zur Päpstin gekrönten Johanna, die zur Gründungszeit des Hamelner Münsters im Kloster Fulda lebte. Das in Fulda uraufgeführte Musical zählte im vergangenen Jahr mehr als 70.000 Besucher.

Zudem informiere anlässlich des Jubiläums eine kostenlose Anwendung für Smartphones über aktuelle Veranstaltungen. Die „Licht am Fluss“-App ist den Angaben zufolge die erste Kirchen-App innerhalb der hannoverschen Landeskirche. „Das sind 1.200 Jahre Geschichte praller Geschichte in Verbindung mit neuester Technologie“, sagte der Geschäftsführer der Hameln Marketing und Tourismus-GmbH, Harald Wanger.

Zum Jubiläumsmotto „Licht am Fluss“ ist bis zum 3. April eine Installation des Künstlers Werner Koch zu sehen. Das Motto solle auch „Fluss des Lebens“ hinweisen, betonte Meyer. In weiteren Veranstaltungen wie Kinoabenden sollen Filme wie „Der Name der Rose“ die Geschichte des Kirchenraums erlebbar machen. „Wir rechnen insgesamt mit doppelt so vielen Besuchern als bisher“, sagte Meyer.

Am 30. Juni gestaltet die Evangelische Jugend in der Kirche ein „Mittelalterliches Münster-Mahl“ im Stil des 13. Jahrhunderts. Am 29. April wird aus dem Münster ein Rundfunkgottesdienst rund um den Namenspaten Bonifatius übertragen. Auch das Hamelner Museum beteiligt sich an den Feiern, da einige historische Stücke aus dem Münster wie ein wertvolles Messbuch und ein Ensemble ehemaliger Altarfiguren im Museum gezeigt werden.

epd

Weitere Informationen zu den Angeboten und Terminen

Hamelner Münster
St. Bonifatius

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Bild: Jens Schulze

Das evangelische Münster St. Bonifatius in Hameln ist die älteste und wichtigste Kirche in der Rattenfängerstadt. Das mittelalterliche Bauwerk nahe der Weser wurde 812 von Graf Bernhard von Engern und Ohsen gegründet und zur Grabstätte für ihn und seine Frau Christina bestimmt. 2012 feiert der Kirchenkreis das 1.200-jähriges Bestehen des Münsters.

Nach dem Tod von Graf Bernhard wurde die Kirche zum Nebenkloster der Reichsabtei Fulda. Dies gilt nach Angaben der Münstergemeinde als wahrscheinliche älteste Klostergründung auf niedersächsischem Boden. Wenige Jahrzehnte darauf wurde die vollständige Reliquie des heiligen Romanus von Cäsarea in die Kirche überführt und in der Krypta aufbewahrt.

Die ursprünglich romanische Basilika wurde später zur gotischen Hallenkirche umgebaut und mit barocken und modernen Elementen ergänzt. Ab 1241 taucht der heilige Bonifatius als Namenspatron auf. 1540 begann mit der ersten evangelischen Predigt im Münster die Reformation in Hameln. 1578 wurden die Stiftsherren evangelisch. 1803 besetzten napoleonische Truppen das Münster und nutzten es vorübergehend als Magazin und Pferdestall.

Nach langjährigem Verfall wurde die Kirche ab 1875 durch den hannoverschen Architekten Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) wieder aufgebaut. In den 1970er Jahren erhielt sie Kunstglasfenster des Künstlers Johannes Schreiter. Heute dient sie als Gemeindekirche und ist Predigtstätte des Superintendenten.

epd

Rätsel um „Philippa“ gelöst

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Die Preise werden ausgelost von Sophie Oppermann (Mitte), Tochter des Abteilungsleiters Internet im Evangelischen MedienServiceZentrum Kay Oppermann (links). Bild: Charlotte Morgenthal

Eine „Rätselratte“ namens Philippa hat in den vergangenen Wochen viele Besucher auf die neue Internetseite der hannoverschen Landeskirche gelockt. An einem Preisrätsel rund um die Rattenfängerstadt Hameln und das 1200-jährige Jubiläum des Münsters St. Bonifatius nahmen mehr als 100 Teilnehmer teil, sagte der Abteilungsleiter Internetarbeit aus dem Evangelischen Medien Servicezentrum (EMSZ), Kay Oppermann.

Unter den Einsendungen wurde ein iPad und rund 20 Bücher aus dem Lutherischen Verlagshaus Hannover verlost. Die 11-jährige Glücksfee Sophie Oppermann zog den Gewinner des Hauptpreises: Friedrich Helms. Dieser hatte alle drei Preisfragen richtig beantwortet. Gefragt wurde nach der Herkunftsstadt von „Philippa“ (Hameln), was in der Stadt im Jahr 2012 gefeiert wird (das 1200-jährige Bestehen des Münsters St. Bonifatius) und das Motto unter dem das Jubiläum steht („Licht am Fluss“)

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Logo - Gestaltung Esther Wente (Hameln)